ANCONA, KOSMOPOLITISCHE STADT

Die Hauptstadt der Marken, von ihrem ungewissen Ursprung zur heutigen Zeit. Die kosmopolitische Stadt Ancona ist immer noch eine Kreuzung von unterschiedlichen Menschen und Kulturen. Kunst, Geschichte, Kultur, Sport und Tourismus stehen Wissendurstigen und denjenigen, die sich ihrem Zauber hingegen möchten, zur Verfügung.

Die Geschichte

Der Ursprung von Ancona ist ungewiss. Aufgrund der Beschaffenheit des Gebietes konnten die antiken Völker, die später das Hinterland bewohnten, hier landen: die hellenischen und etruskischen Einflüsse haben die Einwohner allmählich zivilisiert. 387 v.Chr. bringt eine Kolonie von Dorern aus Syrakus einen Hauch Zivilisation. Es werden imposante, stabile Gebäude errichtet und Verteidigungsmauern gebaut. Man beginnt Ancona zu fürchten, als diese die Invasion der senonischen Gallier abwehrte. 276 v. Chr. wurde sie zu einer römischen Kolonie; nach dem Untergang des Kaiserreichs beginnen die barbarischen Invasionen und die Stadt muss sich mehrmals verteidigen. Sie lebt aber schnell wieder auf und ist bereits 1137 in der Lage, zwei Belagerungen von Friedrich Barbarossa abzuwehren. Die Stadt erfährt zwischen Ende des siebzehnten und Anfang des achtzehnten Jahrhunderts eine dunkle Zeit der Depression: der Seehandel ist sehr schwach und die Industrien sind fast paralysiert. 1797 wird die Stadt von den Franzosen besetzt. In den zwei Weltkriegen steht die Stadt, die sich durch ihre vaterländische Gesinnung auszeichnete,  in vorderster Linie. Die feindlichen Kräfte bombardierten und zerstörten ganze Stadtviertel. Ihre Wachstumsphase begann in den sechziger Jahren und lies sich auch nicht durch das Erdbeben von 1972 und dem Erdrutsch von 1982 aufhalten.

Die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten

Das Lazaretto von Ancona ist zweifellos eines der bedeutendsten Werke der Stadt. Es wurde vom Architekten Luigi Vanvitelli im Hafengebiet des Hauptortes errichtet. Seine Funktion war die städtische Reorganisation der am Meer gelegenen Viertel Anconas und der Schutz vor Epidemien, die Waren oder Personen aus verdächtigen Orten mitbringen konnten. Die Mole Vanvitelliana weist heute noch eine klassische fünfeckige Form auf: es handelt sich um eine Art Stadtinsel, eine selbständige Zitadelle, in der bis zu zweitausend Personen Platz finden. Ancona ist auch eine Stadt, die sich vom Erdbeben von 1972 und dem Erdrutsch von 1982 bestens erholt hat, und sie ist die Stadt der neuen Viertel, die sich Belluschi, Quaroni, Trevisan, Taffuri, De Grossi, Guerri und Canella nennen. Alles wird von der Kathedrale San Ciriaco beherrscht. Zu den Werken von besonderer Schönheit zählen die Kirche Santa Maria della Piazza und die Loggia dei Mercanti, ein Werk des dalmatischen Meisters Giorgio da Selenico, dem auch die Tore der Kirchen Sant\'Agostino und San Francesco alle Scale sowie die Fassade des Palazzo Benincasa in via della Loggia zu verdanken sind.

Die Umgebung

In der Provinz Ancona, dem pulsierenden Herzen der Marken, findet man Städte mit vielen Schätzen, beispielsweise die Basilica di Loreto, die Höhlen von Frasassi, und Naturorte von einzigartiger Schönheit: von den sanften Grüntönen des Hinterlands zum tiefen Blau der Küsten von Sirolo, Numana und Senigallia. Die von den Sikulern gegründete Numana hat sich wie ein Seehafen entwickelt, Senigallia hingegen liegt in unmittelbarer Nähe des Flusses Misa. Die gesamte wirtschaftliche Tätigkeit gründet auf den Sommertourismus: hier findet man die so genannten “Samtstrände” mit ihrem sehr feinen Sand. Die Berufung zum Fremdenverkehr begann im XX. Jahrhundert, als der üppige Handel, der mit dem Kanalhafen und der großen, von zahlreichen italienischen Händlern besuchten Messe zusammenhing, allmählich zurückging. Falconara marittima ist ein aus zwei Teilen bestehender Ort: ein Teil ist vorwiegend industriell und touristisch, der andere (im  oberen Teil der Gemeinde) hat sich im Laufe der Jahrhunderte um das mittelalterliche Schloss herum entwickelt.