ASTI, LAND DES WEINES UND DES PALIO- PFERDERENNENS

Die antike “Hasta Pompeia” zeichnet sich durch einen modernen und einen antiken Teil mit zahlreichen mittelalterlichen Gebäuden und romanisch- gotischen Monumenten aus. Der Wein ist schon immer ein wichtiger Teil der Kultur und der Gourmettradition von Asti und ihrer Provinz, die auch wegen des traditionellen Palio- Pferderennens, das jedes Jahr im September stattfindet, bekannt ist.

Die Geschichte

Die Stadt Asti liegt zwischen dem Fluss Tanaro und dem nördlichen Monferrato in einer hügeligen Mulde. Der Name “Hasta Pompeia” deutet klar auf ihren römischen Ursprung hin. Die Stadt war nämlich lange Zeit eine Kolonie und später ein Munizipium des Kaiserreichs. Später wurde sie ein Herzogtum der Langobarden, eine Grafschaft mit den Franken und nach dem Jahr 1000 eine Kommune. 1154 wurde sie von Friedrich Barbarossa geplündert und 1159 von diesem befreit. Das gesamte darauf folgende Jahrhundert war Asti ein wichtiges Textil-, Bank- und Handelszentrum mit einer bedeutenden politischen und wirtschaftlichen Rolle im Monferrato. Im Zeitalter der Signorie hatte sie mehrere Herrscher, wodurch sich der Handel, die Bevölkerungs- und Stadtentwicklung verlangsamten. Als die Stadt 1575 an Emanuel Philibert von Savoyen fiel war, sie demographisch und wirtschaftlich stark geschwächt. Von dieser langen Verfallszeit erholte sich Asti erst gegen Mitte des XIX. Jahrhunderts.

Die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten

Zu den bedeutenden Sehenswürdigkeiten dieser piemontesischen Stadt zählen die Torre Comentina, der Palazzo di Bellino mit dem Museo del Risorgimento und der städtischen Pinakothek, die Torre De Regibus, der Palazzo Alfieri und die Torre Romana aus der Zeit des Kaiserreichs, die heute ein Kirchturm ist. Weitere Beispiele für Sehenswürdigkeiten im geschichtsträchtigen Zentrum von Asti sind die romanisch- gotischen Kirche San Secondo, die zwischen dem XIII. und dem XV. auf einer vorherige Kirche erbaut wurde und Reste von Fresken aus dem fünfzehnten Jahrhundert enthält, die Krypta von Sant’Anastasio, das “la Rotonda” genannte Taufbecken von San Pietro, das Archäologische und Paläontologische Museum mit Materialien aus dem römischen und mittelalterlichen Zeitalter und die große Piazza Vittorio Alfieri mit dem Denkmal des Dichters.

Die Umgebung

In der Umgebung von Asti befinden sich: Montechiaro d’Asti mit der Pfarre von San Nazario aus dem XI. Jahrhundert und mit einem herrlichen zweigeteiltem Kirchturm; Cortazzone mit der auf einem Hügel positionierten Kirche von San Secondo; Covone mit dem barocken Palazzo Comunale; San Damiano d’Asti und Cisterna d’Asti, ein im Mittelalter befestigter wichtiger Ort; Postiglione d’Asti mit dem suggestiven Schloss aus dem XIV. Jahrhundert. Im Niederpiemont befinden sich über hundert Schlösser: viele Orte versuchen seit Jahren diese große Touristenattraktion durch Kunst- und Musikveranstaltungen aufzuwerten. Diese Initiativen werden insbesondere in Cisterna, Monastero Bormida und Montiglio durchgeführt. Eine Reise durch das Gebiet von Asti bedeutet auch, in aufregende Aromen und Düfte einzutauchen; die Weine von Asti sind genauso verschieden ihre Landschaften und die Besucher der Weinberge und Weinkeller werden immer wieder von neuem überrascht.