AUF ENTDECKUNGSREISE DER SCHLÖSSER VON TRIEST

Zu den vielen Schönheiten, welche die Stadt den Besuchern bietet, gehört auch ein Rundgang für diejenigen, die romantische Gebäude und imponierende Festungen lieben.

Das Castello di San Giusto, erbaut auf einer Anhöhe mit dem gleichen Namen, beherrscht zwischen den Überresten des Forum Romanum und der Basilika, die ganze Stadt. Es wird von den Bewohnern Triests besonders geliebt. Sein heutiges Aussehen geht auf das 15. Jh. zurück und stammt aus der Epoche der österreichischen Herrschaft. Aus dieser Periode stammen auch das Haus „Del Capitano“, der Innenhof und der quadratische Turm. Die ersten Fundamente in strategischer Position, wurden von der Republik Venedig in der zweiten Hälfte des 14. Jh. gegründet. Von den Wehrgängen kann man das weite Panorama genießen, welches gestattet, die „Altstadt“ und den theresianischen Stadtteil aus dem 18. Jh. zu unterscheiden. Heute finden im Kastell sowohl Dauerausstellungen als auch zeitlich begrenzte Ausstellungen statt, sowie Schauspiele im Innenhof und in den größeren Bastionen.
Erbaut in der römischen Epoche auf einem Felssporn aus dem Karst der zum Meer hinabstürzt, steht das Castello di Duino, welches sich einer Geschichte zwischen Wahrheit und Legende rühmt. Von seiner Position aus beherrscht es den Golf von Triest und wurde auf mehreren Ebenen mit Parkterrassen gebaut. Das Panorama von dort ist einzigartig und bietet neben Farben und Düften einen atemberaubenden Blick aufs Meer. Luxuriöses Milieu erfüllt die Räume des historischen Bauwerks. Vom ersten Schloss, das neben dem heutigen erbaut worden war, existieren nur noch Überreste, während das andere, aus dem 15. Jh. gut erhalten ist: Trotz der vielen Reparaturen welche es im Verlauf des 1. Weltkrieges über sich ergehen lassen musste, behielt es seine originäre Form, unter anderem die Reste des ersten Turmes. Das Innere wird heute für kulturelle Veranstaltungen, Konferenzen und Bankette genutzt.
Das Castello di Miramare, erbaut zwischen 1856-1860, besitzt mehr den Flair eines romantischen Märchenschlosses, als den einer starken Festung. Gebaut vom Erzherzog Maximilian von Habsburg für seine Lebensgefährtin Carlotta, Tochter des belgischen Königs Leopold, ist umgeben von einem grünen Park mit Blick aufs Meer. Es verfügt auch über einen Bootsanlegeplatz, wo der Erzherzog ein Liebesnest für sich und seine geliebte Braut errichtete. Einige Legenden berichten aber auch von einem Fluch, der über dem Schloss liegt: Nach dem Tod ihres Mannes verlor Carlotta den Verstand und man glaubt deshalb, dass derjenige, der dort wohnt eines schnellen und ungewöhnlichen Todes stirbt.
Als Ziel vieler Besucher und auch Triester Bürger, die hier im Grünen die Tage verbringen, sind Schloss und der Park ganzjährig geöffnet. Auf den Plätzen des Parks und in den Mauern des Palastes finden zahlreiche Konzerte und kulturelle Veranstaltungen statt. Unbedingt sollte man auch die zahlreichen Zimmer besichtigen, von den Gästezimmern bis zu den Salons, von der Lesebibliothek bis zum Thronsaal, welcher kürzlich restauriert wurde und in seinem ursprünglichen Glanz erstrahlt.