AVELLINO UND DIE GESCHICHTE

Diese wunderschöne Stadt befindet sich im Herzen einer grossen Mulde des Appennino Campano, also der Appenninen, die von den Gebirgsmassiven der Picentini und des Partenio dominiert werden. Die Provinz Avellino bietet Verschiedenes, vom Wintersport bis zu Orten mit Monumenten, die Zeugen der Geschichte sind.

Die Geschichte

Der antike Name der Stadt lautete Abellinum, eine irpinische Stadt in der Nähe von Atriplada, die im Jahr 265 vor Christus von den Römern während der Sannitenkriege erobert wurde. Im Jahr 82 erklärte Silla die Stadt zur Hauptstadt der Kolonie Livia; dadurch wurde sie unabhängiger von Rom. Während des Mittelalters wurde Avellino geplündert und zerstört, zuerst von den Langobarden und dann von den Goten. Zeitweilig unter der Herrschaft von Byzanz, wurde die Stadt im Jahr 869 dann von Otto I. besetzt, bevor die Normannen kamen und Avellino ins Zentrum wichtiger Ereignisse rückte. Danach, im Jahr 1130, erhielt Ruggero II im Dom die Reichsinvestitur von Sizilien. Später fiel die Stadt unter die Herrschaft zahlreicher Adelsfamilien bevor sie von 1589 bis 1844 zum Feudalsitz der Caracciolo wurde. Derzeit basiert die Haupteinnahmequelle von Avellino auf Getreide, Gemüse, Kirschen, Haselnüssen, Zuckerrüben und Tabak sowie auf der Rinder- und Hühnerzucht.

Die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten

Im Stadtzentrum von Avellino befinden sich Monumente von einzigartiger Schönheit. Die Kathedrale wurde nach dem Erdbeben von 1980 wiedereröffnet. Dahinter befindet sich der Palazzo De Concilii, wo der französische Dichter Victor Hugo in seiner Jugend eine Zeitlang gelebt hat. Im Provinzmuseum der Irpinia werden Holzschnitzfiguren, Keramik und Gemälde aus vergangenen Zeiten aufbewahrt. Der Dom wurde im neo-klassizistischen Stil wiederaufgebaut, und im Diözese-Museum werden nach dem Erdbeben von 1980 Kirchenkunstschätze und Gemälde aus dem XVII. und XVIII. Jahrhundert aufbewahrt. Auf der Piazza Amendola steht der Palazzo della Dogana, im Mittelalter zu Handelszwecken erbaut, das Denkmal zu Ehren von Karl II. von Habsburg und der barocke Uhrenturm; nicht weit davon kann man die Kirche von Konstantinopel besichtigen, mit einer Freske der Jungfrau von Konstantinopel und der Fontana di Bellerofonte über dem Hauptaltar.

Die Umgebung

In der Provinz von Avellino sind folgende interessante Orte zu besichtigen: Prata di Principato Ultra, mit der Basilika der Annunziata und Überresten einer Katakombe. Altavilla Irpina besitzt Überreste eines Aquädukts aus der Epoche der Sanniter sowie Schwefelminen; Ariano Irpino ist berühmt für die Keramik; Mirabella Eclano, römische Kolonie, die heute für das Obelisken-Fest bekannt ist, und nicht zuletzt Ospedaletto di Alpinato, ist berühmt für seinen Mandelkrokant, mit seit Jahrhunderten bewährter Qualität. Für ihre landschaftliche Schönheit bekannte Orte sind unter anderem: Mercogliano, ein Erholungsort in Hügellage; Montevergine, ein Urlaubsort mit einer Reihe von guten Hotels und Bagnoli Irpino, bekannter Wintersportort aber auch im Sommer geschätzt, mit guten Hotels und Restaurants sowie ausgezeichneten Skipisten und Liften.

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