BELLUNO, EINE VON BERGGIPFELN UMRAHMTE STADT

Die nördlichste Region Venetiens aus der Nähe betrachtet. Belluno und seine Provinz bieten zauberhafte Szenarien und Urlaubsmöglichkeiten für jede Zeit des Jahres.

Die Geschichte

Die Geschichte von Belluno weiß von weit zurückliegenden menschlichen Siedlungen zu berichten. Obwohl die Stadt durch ihre geographischen Gegebenheiten auf den ersten Blick praktisch unzugänglich ist, existieren archäologische Funde, die die Präsenz des Menschen in dieser Gegend bereits zur Eisenzeit belegen. Eindeutige Zeichen hingegen weisen auf Ansiedlungen indoeuropäischer Völker  aus Kleinasien (allgemein als „Paläovenetier“ bekannt) in der venetischen Ebene und entlang des Flusses hin. In der Folge geriet es im zweiten Jahrhundert vor Christus durch eine allmähliche und friedliche Eroberung, die vorwiegend auf Handelsverträgen beruhte, unter die Herrschaft der Römer. Es teilte die Geschicke des Römischen Reichs bis zu dessen Zerfall und den beginnenden Invasionen der Barbaren. Im Mittelalter unterlag es lange Zeit einem beständigen Wechsel aus unterschiedlichen Herrschaften, bis es sich im Jahr 1404 aus freiem Willen der Republik Venedig anschloss.
  
Die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten

Die wichtigsten Bauwerke von Belluno dokumentieren den Übergang von der spätgotischen Bauweise zur Renaissance. Die malerische Altstadt erhebt sich auf einem hohen Felsen oberhalb des Zusammenflusses des Piave mit dem Nebenfluss Ardo. Zwischen den schönen alten Plätzen wie beispielsweise der Piazza dei Martiri und der Piazza delle Erbe führt ein Auf und Ab reizvoller Straßen vorbei an alten Springbrunnen mit den typischen Pyramiden- oder Kegelformen, die auf ein reiches künstlerisches Erbe hinweisen. Von den Baudenkmälern sei insbesondere der Dom mit dem 69 Meter hohen Glockenturm genannt, der als einer der gelungensten Uhrentürme des italienischen Barocks gilt. Im Museo Civico sind Werke zahlreicher berühmter Künstler wie Jacopo da Montagna, Bartolomeo Montagna, Andrea Solario, Andrea Brustolon, Sebastiano und Marco Ricci sowie Fra Galgario ausgestellt.

Die Umgebung

Das Territorium der Provinz von Belluno ist überwiegend bergig. Es gibt viele, am Fuße der Venetischen Dolomiten gelegene Ortschaften, die unsere Aufmerksamkeit verdienen: Arabba, Cortina d’Ampezzo und Alleghe gehören zu den wichtigsten von ihnen. Arabba ist eines der größten Zentren der ladinischen Sprache in den Venetischen Dolomiten, seine Lage an der Grenze zu Südtirol macht es zu einem privilegierten Ausgangspunkt für die Besteigung des Sella Ronda, einer unvergleichbaren Skiwanderung, die über vier Pässe führt: Campolongo, Sella, Gardena und Pordoi. Im Sommer und im Winter bietet Arabba darüber hinaus verschiedenste Attraktionen, Feste und kulturelle Veranstaltungen. Cortina dagegen ist wohl für jeden Touristen die “Perle der Dolomiten” – hier dauert die Hauptsaison vom 1. Januar bis zum 13. Dezember – zu jeder Zeit des Jahres eröffnet es dem Touristen ein kleines Wunder. Im Sommer verlockt die Schönheit der Berge zu den verschiedensten Wanderungen. Alle nur vorstellbaren Sportarten können hier betrieben werden: von den traditionellen Disziplinen bis zum Extremsport. Im Winter bietet der Ort 110 Kilometer Abfahrtspisten und 58 Langlaufstrecken, wer jedoch etwas anderes unternehmen möchte, kann Schlittschuh oder Schlitten fahren oder auf die so genannten „ciaspole“ (Schneereifen) oder Sleddog-Möglichkeiten zurückgreifen. Auch die Unterhaltungsgelegenheiten sind vielfältig, vom klassischen Flanieren bis zum Shopping in den feinen Geschäften des Corso Italia, von folkloristischen Veranstaltungen bis zu großen internationalen Sportevents. In dem engen Agordina-Tal, wenige Kilometer südlich der Marmolada, stößt man auf das Städtchen Alleghe, dessen östliche Begrenzung das imposante Massiv des Civetta bildet.