BENEVENTO, STRASSEN VOLLER FASZINATION UND GEHEIMNIS

Die Stadt liegt auf einem Hügel, der zu einer Ebene abfällt; dort fliesst der Sabato in den Fluss Calore. Die umgebende Provinz ist voll charakteristischer Dörfer und Ortschaften mit viel Geschichte.

Die Geschichte

Ursprünglich Malventum oder Maleventum genannt, war Benevento eine wichtige Ansiedlung der Irpiner des Sannio. Der jetzige Name geht auf das römische Zeitalter und auf die Schlacht gegen Pyhrrus zurück, die hier um 275 vor Christus stattfand. Im Mittelalter machten es sich Goten und Byzanz streitig, und dann wurde es zur Hauptstadt der Langobardenfürsten, die sich hier niedergelassen hatten. Danach kam es unter das Papsttum und blieb bis zum 8. Jahrhundert unter dessen Herrschaft, bis es zweimal von Friedrich II. geplündert wurde. Die Geschichte von Benevento ist von zahlreichen internen Machtkämpfen geprägt, und Frieden kommt erst wieder im Jahr 1530.
1688 und 1702 von zwei schweren Erdbeben zerstört, wurde die Stadt dann von Ferdinand IV. von Bourbon besetzt, und trat 1799 per Volksabstimmung der Republik Neapel bei. Napoleon trat seinen Besitz im Jahr 1806 an; danach, nach dem Wiener Kongress, gelangte es wieder in den Besitz der Kirche. 1860 lehnte sich die Bevölkerung gegen die päpstliche Herrschaft auf, und wählte die Annexierung an Italien.

Die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten

Dank der Schönheit der Landschaft und der geschichtlichen und archäologischen Aspekte hätte der Tourismus hier gute Möglichkeiten, sich zu entwickeln, aber es fehlen die Hotels. Die Geschichte hat hier Monumente, Erinnerungen und Legenden hinterlassen, die Benevento ein geheimnisvolles Flair geben. Der 1943 fast ganz zerstörte Dom ist einen Besuch wert; auch das Diözese-Museum, wo Überreste des Domhauptportals aufbewahrt werden; dann das Römische Theater und der Arco di Traiano, sowie das 114 zur Feier der Verlängerung der Via Appia von Benevento bis Brindisi erbaute Tor; die S. Sofia Kirche und das Museo del Sannio nebenan, und als letztes die Rocca dei Rettori, eine 1321 auf Wunsch von Papst Johannes XXII. erbaute Burg.

Die Umgebung

Die Provinz Benevento ist die am wenigsten besiedelte; sie befindet sich im Nordosten der Region und grenzt an Molise und Apulien an. Die Wirtschaft basiert hauptsächlich auf Landwirtschaft (Öl, Viehfutter und Zitrusfrüchte). Aber in diesem Gebiet liegen auch viele Städtchen und Dörfer. Cusano Mutri ist ein Dorf mit kleinen Steinhäuschen auf der Bergflanke des Monte Mutria; Monte Sarchio, dessen Geschichte von Streifzügen und Einfällen der Sarazenen erzählt, die die blühende Wirtschaft der Ansiedlung zerstörten. Das wichtigste Bauwerk ist die von den Langobarden errichtete Burg, 1400 restauriert und später von Ferdinand II. von Bourbon als Gefängnis verwendet. Pietralcina dagegen ist als Geburtsort von Padre Pio und dank einer prächtigen lebenden Krippe bekannt. Erwähnenswert sind auch die Thermen von Sant’Angelo, deren entschlackendes Heilwasser ideal zur Erholung und zur Wellness geeignet ist.

bevorzugte Unterkunft