CASERTA UND SEINE KÖNIGLICHE RESIDENZ

Berühmt ist die von Vanvitelli erbaute königliche Residenz. Aber Caserta hat noch zwei weitere einzigartige Sehenswürdigkeiten, das Viertel San Leucio und Caserta Vecchia, also das alte Caserta. In der Provinz Caserta befinden sich Städte mit Faszination und Geschichte wie Capua, Piedimonte Matese, Santa Maria Capua Vetere und Sessa Aurunca.

Die Geschichte

Caserta wurde wahrscheinlich von den Langobarden zu Anfang des 8. Jahrhunderts gegründet. Anfänglich gehörte die Stadt zum Fürstentum Benevento, und danach wurde sie von den Grafen von Capua einverleibt. Ruggero II. machte die Stadt in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts zur Grafschaft, und später kam Caserta unter die Herrschaft von verschiedenen Adelsfamilien. Bevor die Stadt 1927 Teil der Provinz Neapel wurde, wurde sie 1544 von den Aquaviva von Aragon zum Fürstentum erhoben. 1635 ging Caserta auf die Caetani von Sermoneta über, die das Fürstentum 1750 den Borbonen überließen. Die Landwirtschaft ist auch heute noch die Haupteinnahmequelle der Provinz, dank der fruchtbaren Böden vulkanischen Ursprungs und dem urbar gemachten Land, auf dem die Stadt entstanden ist. In den letzten Jahren jedoch ist der Sektor im Untergehen begriffen, aufgrund der Industrie und des Dienstleistungssektors.

Die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten

Caserta besitzt drei Perlen, die man besichtigen sollte: die Altstadt, das Viertel San Leucio und die Residenz, die Vanvitelli erbauen liess. Alt-Caserta wurde früher Casa Hirta genannt; man sollte der Kathedrale im sizilianisch-normannischen Stil mit dem gotischen Glockenturm einen Besuch widmen. Sehr schön ist auch die Annunziata-Kirche, die Burgruinen, das frühere Priesterkollegium auf dem Domplatz und die Häuser aus dem XIII. Jahrhundert. San Leucio ist das Meisterwerk von Ferdinand IV. Er wollte hier eine Kolonie von Seidenspinnern mit einem auf Gleichheit und Verdienst beruhenden Statut schaffen. Die Seide von San Leucio ist weltberühmt und man findet sie auch im Weissen Haus und im Kremlin. Aber die ganze Welt identifiziert Caserta mit dem Komplex der Residenz und dem Park, den Luigi Vanvitelli und sein Sohn Carlo im 17. Jahrhundert errichten liess. Die ganze Stadt hat sich in der Tat um diesen einzigartigen Komplex herum entwickelt. Der Grundriss ist rechteckig mit 4 Innenhöfen und zwei monumentalen Fassaden im klassizistischen Stil. Hier residierte die Borbonenfamilie im Frühjahr und im Herbst, und unterhielt den Adel und berühmte Gäste in den immensen neo-klassizistischen Sälen.

Die Umgebung

In der Provinz Caserta sind es viele Orte wert, dass man ihnen einen Besuch abstattet. Capua, ein äusserst wichtiger geographischer Knotenpunkt in der Vergangenheit, wurde wichtig als Friedrich II. dort das Tor baute, das den Antritt seiner Herrschaft symbolisch bezeugen sollte, und blieb es bis sich das Borbonenheer an Garibaldi aufgab. Viele historische Überreste zeugen von der Vergangenheit der Stadt: Eingangstore aus dem 14. Jahrhundert, Inschriften, Kapitelle und Fragmente von Skulpturen aus römischer Zeit sowie aus dem Mittelalter. Piedimonte Matese ist ein antikes Viertel das man vom Rathausplatz erreicht. Hier steht die Basilika der Santa Maria Maggiore, welche um das XVIII. Jahrhundert erbaut wurde. Auch der um 1700 entstandene Palazzo Ducale ist einen Besuch wert. Sessa Aurunca ist ein zentraler Punkt, deren Geschichte von der römischen Epoche über das Mittelalter bis zum Barock reicht. Die Monumente und Bauten erinnern an die Vergangenheit und bieten Touristen einen Einblick in die interessante und faszinierende Geschichte dieser Orte.

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