COMO – DIE PERLE AM SEEUFER

Como ist ein wunderschöner, am gleichnamigen See gelegener Ort, der sich in eine reizvolle Mulde schmiegt und von den hohen Bergen des Valtellina umgeben ist.

Die Geschichte

Como, dessen Ursprünge gallisch sind und das bereits zur Zeit der Römer einige Bedeutung besaß, wurde wegen seiner hohen Mauern, die auf Befehl von Marcus Claudius Marcellus gebaut wurden und von denen noch viele Reste zeugen, auch “gemauerte Stadt” genannt. Um das Jahr 643 kam es zu einer architektonischen Erneuerung, im Zuge derer eine privilegierte Zunft von Architekten und Steinmetzen gegründet wurde, die in der Stadt grandiose romanische Bauwerke errichteten. Zwischen 1118 und 1127 folgten zahlreiche Kämpfe zwischen den Gemeinden und Como wurde von den Mailändern zerstört. Die Einwohner, die mit Booten auf den See geflüchtet waren, mussten ohnmächtig zusehen, wie ihre Stadt niederbrannte. Erst nachdem es gegen Mitte des 14. Jahrhunderts in die Hand der Visconti gelangt war, fand Como dank Ludovico il Moro, der es zu einem der wichtigsten Orte der Seidenherstellung machte, zu seinem einstigen Glanz zurück. Die industrielle Neigung der Stadt manifestierte sich auch unter der Herrschaft der Österreicher, während Como während des Risorgimento an der Oppositionsbewegung gegen Österreich teilnahm, die im Volksaufstand des März 1848 gipfelte.

Die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten

Como, das als erstklassiges Reiseziel für Liebhaber schöner Städte gilt, verbindet auf harmonische Weise moderne Einrichtungen mit alten, die Stadt schmückenden Bauwerken. Como ist nicht nur wegen seiner Schönheiten und alten Traditionen berühmt, sonder auch industriell weit entwickelt; insbesondere gilt es als eines der wichtigsten Zentren der Welt für die Herstellung und Verarbeitung von Seide. Von den schönsten Sehenswürdigkeiten seien hier der Altstadtkern genannt, dessen niedrige Häuser um den majestätischen Dom und die Mole der Piazza Cavour angeordnet sind, und die Villa Olmi, prächtiger Sitz internationaler Tagungen und Veranstaltungen. Den reizvollsten Blick auf die Stadt hat man von Brunate aus – nach der Auffahrt mit der historischen Standseilbahn lassen sich der alte römische Stadtgrundriss und die spätere Ausdehnung der Stadt, die sich bis zur Schweizer Grenze von Ponte Chiasso erstreckt, gut erkennen.

Die Umgebung

Die herrliche Umgebung  des Comer Sees ist immer schon ein idealer Ort für exklusive Urlaubsaufenthalte gewesen: Etrusker, römischer Patrizier, große Reisende der Romantik und viele andere mehr haben im Laufe der Jahrhunderte das milde Klima und die Schönheit der Gegend geliebt und geschätzt, so dass sie zu einer renommierten, in grüne Hügel gebetteten Erholungsgegend wurde. Zeugnis hiervon legen die zahlreichen Villen ab, die im Laufe der Jahre entstanden sind und nunmehr Luxushotels sind. Touristisch sehr interessant ist das so genannte “triangolo lariano” (“Dreieck des Lario”), ein richtiges Dreieck aus Hügeln und Bergen, das auch Orte wie Como, Lecco und Bellagio umfasst; hier kann man die berühmten Wildnarzissen pflücken oder die hiesige reiche Tierwelt bewundern, während sich am Fuße des Dreiecks die kleinen, aber hübschen Seen der Brianza erstrecken: Alserio, Pusiano und Annone, die man in aller Ruhe besichtigen sollte, auf ausgedehnten Spaziergängen und mit einem gemütlichen Picknick an den schönen, hierfür ausgestatteten Seestränden.