DAS HEISSE CATANIA

Vor allem im Sommer prägen eine trockene Hitze aber auch eine üppige und blühende Vegetation das Bild der Stadt. Die seit Urzeiten für ihren fruchtbaren Boden bekannte Ebene von Catania wird heute mit Zitrusfrüchten und Weinstöcken bestellt. In ihrer Umgebung finden wir zahlreiche Ortschaften mit einer langen und glorreichen Geschichte, wie Acireale, Aci Castello, Adrano, Caltagirone und Randazzo.

Die Geschichte

Catania hat böse Ausbrüche des Ätna, zahlreiche Erdbeben und eine Choleraseuche gegen Ende des 18. überstanden. Heute ist Catania unter anderem als Geburtsstadt berühmter Musiker und Schriftsteller wie Vincenzo Bellini und Giovanni Verga bekannt. Der Name Catania stammt vom Sikulischen „Katane” ab, was so viel wie „Reibe“ oder „Raspel“ bedeutet und auf die scharfen Kanten des vulkanischen Gesteins dieses Geländes anspielt. Die Eroberung durch die Römer im Jahre 263 v.Chr. brachte der Stadt eine etwa sieben Jahrhunderte andauernde Zeit der Blüte und des Ruhmes. Im Jahre 21 v.Chr. wird Catania römische Kolonie, die immer mehr Personen in die Stadt zieht, welche sich dadurch wirtschaftlich weiter entwickeln kann. Diese Zeit der Blüte dauert bis Mitte des V. Jahrhunderts n.Chr. an, als die Vandalen einfallen. Anschließend gehört die Stadt etwa drei Jahrhunderte lang zum byzantinischen Reich, bis sie schließlich die Arabern erobern. Im 19. Jahrhundert wird Catania Provinzhauptstadt und Sitz des Gerichts, der Provinzintendanz und verschiedener Verwaltungsbehörden. In der ersten Hälfte des Jahrhunderts besteht die wirtschaftliche Hauptaktivität in der Weberei, während anschließend vor allen die Landwirtschaft die lokale Ökonomie vorantreibt. Als Beispiel für eine demokratische und allem Neuen gegenüber aufgeschlossene Stadt stand Catania vor allem während der Zeit des italienischen Risorgimento und in den ersten Jahren der Vereinigung Italiens im Mittelpunkt der Kultur und der Geschichte.

Die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten

Auf dem mitten in der Stadt gelegenen Domvorplatz bewundern wir das Symbol Catanias, eine aus Lavastein gehauene Elefantenskulptur, während die Altstadt ein Kloster, die Kirche Santa Chiara, den Amenano-Brunnen, die Piazza Mazzini, das Geburtshaus und Museum Giovanni Verga und die Kirche der Hl. Dreifaltigkeit (Santissima Trinità) zu bieten hat. San Nicolò wiederum ist die größte Kirche ganz Siziliens. An der Piazza Asmundo können wir die Kirche San Benedetto, den der Hl. Agatha, dem Stadtpatron, geweihten Dom, die Abtei Sant’Agata und die nach dem Erdbeben im Jahre 1693 wieder aufgebaute Basilika Santa Maria dell’Elelemosina (auch als Kollegiatkirche bezeichnet) bewundern. Weiterhin sehenswerte Bauten der Stadt sind das an der Piazza Federico II di Svevia gelegene Castello Ursino, der "Elefantenpalast“, die Porta Uzeda, die Piazza Giovanni Verga, der Justizpalast und das Haus der Wissenschaften mit den Museen für Mineralkunde, Geologie und Vulkanologie sowie das paläontologische Museum.

Die Umgebung

In der Provinz von Catania treffen wir auf zahlreiche Orte, die aufgrund ihrer geschichtlichen Bedeutung sowie ihrer landschaftlichen Umgebung zu einem Besuch einladen. Der Urlaubs- und Thermalort Acireale ist für seine Thermen aus der Zeit der Römer und seine modernen Schwefelbäder bekannt; der wahrscheinlich von den Griechen gegründete Ort wurde durch Erdbeben und Vulkanausbrüche mehrmals zerstört. Aci Castello wurde im Jahre 1076 aus Lavagestein auf einem Felsvorsprung aus erstarrtem Magma im Umkreis eines Kastells angelegt; die von Ruggero di Lauria regierte Stadt wurde 1297 von Friedrich II von Aragon erobert. Adrano dagegen hat die normannische Burg des Grafen Ruggero aus dem XI. Jahrhundert zu bieten, die im 14. Jahrhundert umgebaut wurde und heute das archäologische Museum und das Museum für Handwerk beherbergt. Caltagirone wiederum ist in der ganzen Welt für seine Keramikobjekte bekannt. Randazzo liegt am Nordhang des Ätna, aus dessen Lavagestein die trocken gearbeiteten Mauern auf dem Lande sowie die Gebäude und Straßenbette in der Stadt stammen.

 

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