DAS HERZ VON MOLISE

Die Hauptstadt der Region kann einen longobardischen Ursprung anpreisen. Das Gebiet von Campobasso ist reich an vielen kleinen Dörfern, die sich auf den Bergen befinden und den typischen Zauber des Mittelalters darstellen.

Die Geschichte

Der Ursprung von Campobasso geht auf die Zeit der Longobarden zurück, obwohl dieser Ursprung noch unsicher ist. Provinz- und Regionshauptstadt von Molise ist Campobasso auch erzbischöflicher Sitz. Die Altstadt liegt auf dem Abhang des Hügels, auf dessen Spitze das Schloss errichtet wurde. Aus dem lateinischen Namen „Campus vassorum“ lässt man folgern, dass die Vasallen hier wohnten. Auf dem niedrigen Feld, „Campo (in) basso“, aus einer anderen Etymologie, befindet sich die neue Stadt, die im Jahr 1814 von Gioacchino Murat gegründet wurde. Campobasso liegt im oberen Teil des Biferno Beckens und im Hintergrund sieht man die Sannio und Matese Gebirge. Die Haupttradition der Gegend ist der Messerschmied, der einer alten Schwertkunst aus dem 13. Jh. folgt. Sehr bekannt ist die Metallfertigkeit des Maschinenbaus aus dem 18. Jh., die man heutzutage während des Misteri Festes benutzt.

Die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten

Im Herzen der Stadt liegen die zwei Hauptplätze: Prefettura Platz und Pepe Platz, wo sich ein klassizistischer Dom mit Glockenturm und gekachelter Spitze aus 1829 befindet. Auf Corso Vittorio Emanuele erreicht man den Vittoria Platz, wo das Krippestadtmuseum zu sehen ist, welches eine Sammlung von Stücke ab dem 18. Jahrhundert ausstellt. Unter den wichtigsten Monumenten ist die Kirche von Sant’Antonio Abate, die ein schlichtes Portal aus der Spätrenaissance und drinnen Barockaltäre, Gemälde und Fresken aus dem 17. Jh. zeigt. Die Kirche von San Leonardo aus dem 13. Jh., die von San Bartolomeo aus dem 14. Jh. und die Kirche von San Giorgio aus dem 12. Jh., mit Glockenturm, zweibogigen Fenstern und einem Lünettenreliev, sind alle in einem alten Stadtviertel. Auf dem Hügelhang gelegen, bewahrt dieses Viertel ein mittelalterliches Aussehen und zeigt alte Häuser, enge Wege und Treppen. Schließlich herrscht das Schloss die ganze Stadt: die Befestigung und ihre mit Zinnen versehene Mauer und Türme hat wahrscheinlich einen logobardischen Ursprung, aber sie wurde später zwischen 1456-63 wiederaufgebaut und stellt einen imposanten Eintritt und Hof vor: heute dient sie teilweise als Kriegerdenkmal.

Die Umgebung

In der Umgebung sind zahlreiche typische Dörfer: Ferrazzano, auf einem felsigen Hügel, mit einem Schloss aus dem 15. Jh.; Baranello mit dem Stadtmuseum, das reich an Fundstücken, Bronzen, Majoliken, Elfenbeinarbeiten, Keramiken, Porzellanen aus Peru, China und Europa ist; Putrella Tifernina liegt auf einem Hügel mit einem schönen Blick auf das Biferno Tal und bewahrt eine isolierte römische Kirche aus dem 12. Jh. Cercermaggiore genießt eine Panoramalage und ist nicht weit entfernt von dem Berg Saraceno, wo sich die Ruine einer Sannitischen Siedlung befinden. Nicht zu vergessen ist Termoli, wo die unberührte Natur die typische Schönheit eines Badeortes der Adria reich an Kultur und Geschichte trifft. Meer, Gastronomie und Unterhaltung bereichern das Angebot dieses Landes.