Seit 1992 Provinzhauptstadt, Industrie-und Handelsstadt, Sitz der italienischen Wollindustrie, die zu den weltweit qualifiziertesten Zentren gehört, obwohl sie nur 7% der Gesamtproduktion darstellt.


Die Geschichte
Der antike Name der Stadt lautet Bugella und erscheint zum ersten Mal 826 in einigen geschichtlichen Dokumenten; ihr Ursprung geht aber auf die Eisenzeit zurück. Zur Zeit des römischen Kaiserreichs war die Stadt bereits ein blühendes Zentrum mit zwei Kernen: der Piano und Biella Piazzo. Später nahm die Bedeutung der niedrigen Zone, des Piano, dank der demographischen und wirtschaftlichen Expansion an Bedeutung zu und wurde zum Mittelpunkt der Stadt. Anfang des XVI. Jahrhunderts wurde Biella wie der Rest des Piemonts von den Franzosen und den Spaniern besetzt. 1522 und 1599 forderte die Pest zahlreiche Opfer. 1642 wurde der Friedensvertrag abgeschlossen, aber 1704 wurde Biella wieder von den Franzosen besetzt und infolge der Schlacht von Turin wieder befreit. 1772 wurde sie zum Bischofssitz und 1798 von den französischen Republikanern belagert; der eigentliche Frieden kam erst im Jahr 1859, als Garibaldi die österreichischen Truppen zum Abzug zwang. 1943 wird die Stadt von den Deutschen belagert und am 24. April 1945 von den Partisanen befreit.
Die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten
Im Stadtkern von Biella Piano befinden sich zahlreiche religiöse Sehenswürdigkeiten: die Piazza mit dem Dom, in dem zahlreiche Fresken und Gemälde untergebracht sind; die vorromanische Taufkapelle; die Kirchen Santissima Trinità, San Sebastiano, San Filippo, San Cassiano und San Francesco dAssisi. Weitere Werke sind die Porta della Torrazza, ein von der Kommune 1780 in Erinnerung der vier Besuche des Königshauses Savoyen errichteter Bogen und Palazzo Scaglia, die Wohnstätte aus dem sechzehnten Jahrhundert der Familie, das städtische Museum und das Museo delle Truppe Alpine. Der Stadtteil Biella Piazzo kann mit einer Seilbahn erreicht werden. Sehenswert sind Piazza Cisterna mit dem Palazzo della Cisterna, die Porta dAndorno, die Kirche San Giacomo, der Palazzo Gromo di Ternengo und der suggestive achteckige Turm.
Die Umgebung
Die Umgebung von Biella zeichnet sich durch ein besonders vielfältiges Landschaftsbild aus. Man findet hier Orte wie Pettinengo, ein antikes Wollbearbeitungszentrum auf einem Hügel, Andorno Micca, Sagliano Micca, Candelo, ein mittelalterliches Dorf mit fünfeckigem Grundriss, Verrone und Benna mit dem Naturreservat von Bessa. Dieses faszinierende naturwissenschaftlich und archäologisch interessante Gebiet ist eine Art Goldmine des römischen Zeitalters unter freiem Himmel. Das Gebiet zählt zahlreiche Reservate: der Burcina-Park, ein englischer Garten mit von Bäumen flankierten Alleen und vielen botanischen Gattungen, das Reservat von Baragge und die Zegna-Oase. Sehenswert ist auch der Moränenhügel der Serra, der längste Europas: er gehört zum Moränenamphitheater der Serra dIvrea, die den Lago di Viverne beherrscht.
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