BOLOGNA “DIE GELEHRTE ”

Provinzhauptstadt mit Monumenten, Plätzen, den unverwechselbaren Bogengängen und der ersten Universität der Welt. Bologna ist nicht nur eine Stadt der Kunst, sondern bietet auch Landschaften in den Appenninen von ganz besonderer Faszination.

Die Geschichte

Bolognas Ursprünge gehen auf die Zeit vor dem römischen Reich zurück, aber erst während der Römerzeit verwandelte es sich vom Dorf zur Kolonie und zum Munizipium des Kaiserreichs mit dem Namen “Bonomia”. Im Mittelalter wurde es zur Stadtrepublik: den Gipfel der Macht erreichte die Stadt im Jahr 1249 mit der siegreichen Schlacht von Fossalta, wo König Enzo, des Kaisers Friedrich II. Sohn, fiel. Von geschichtlicher Bedeutung ist auch die Gründung im Jahr 1088 der ersten Universität der Welt; daher rührt der Name die “Gelehrte” her. Verschiedene Signorie wechselten einander ab, und danach trat Bologna endgültig in die Einflusszone des Kirchenstaats ein. Ein neues modernes Gesicht bekam Bologna 1889, als die neue Städteplanung ihr heutiges Aussehen verlieh. Im historischen Stadtkern, der mit zu den am besten erhaltenen in Europa gehört, strecken sich antike Palazzi und Kirchen in die Höhe, mit reichen Kunstschätzen, die von der kulturellen Bedeutung der Stadt im Laufe der Jahrhunderte zeugen.

Die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten

Bologna ist reich an Kunst und Geschichte, und die Stadtbesichtigung macht Spass bei einer derartig mit Kultur gefüllten Stadt. Ganze 40 Kilomenter kann man unter den “portici”, den Bogengängen zurücklegen, die zusammen mit den Boutiquen und Läden dort zu einem Wahrzeichen der Stadt geworden sind. Unser Stadtbesuch startet auf der Piazza Maggiore, gekrönt von der wunderschönen und originellen Basilica di San Petronio (1390 wurde mit dem Bau begonnen), vom Palazzo des Königs Enzo, vom Neptunbrunnen, vom Palazzo dei Notai, Palazzo Comunale oder d’Accursio und von Palazzo Bianchi. Weiterhin einen Besuch wert sind die Portici del Pavaglione und Palazzo dell’Archiginnasio, einst der Sitz der Universität. Das Stadtbild charakterisieren die hohen Türme Garisenda und der Asinelli, die dort seit 1100 stehen. Unbedingt besichtigen sollte man auch den als die “Kirche mit den sieben Kirchen” bekannten Komplex, mit seiner monumentalen Romanik und den aristokratisch anmutenden Marmorsäulen aus Cipollino Marmor. Ein weiterer typischer Aspekt von Bologna sind die Mura und Porte – das heisst die Mauern und Tore (ursprünglich 12, heute 10), Überreste der Stadtmauern, die den historischen Stadtkern umranden und den Besucher empfangen.

Die Umgebung

Dank der Form der Appenninen, scheint sich Bologna wie in einer Vielfalt von Landschaften zu wiegen, wo sich Wälder und Felder abwechseln: gerade noch befindet man sich auf der Ebene, und schon tauchen plötzlich einige hundert Meter hohe Berge auf und Orte wie Monghidoro und Monzuno, die man als Gebirgsorte einstufen muss. Das der Stadt am nächsten gelegene Naturgebiet ist der Parco dei Gessi, auf den Hügeln gleich bei der Stadt. Es weist interessante Kreide- Aufschlüsse auf, die einen interessanten karsischen Komplex gebildet haben. Die Straßen und Wege, die dieses Gebiet durchqueren, erlauben es dem Besucher, sich Landschaften von unerwarteter Schönheit zu nähern. Wegen der schönen Landschaft und dem milden Klima, bauten viele adlige Bologneser Familien hier ihre Villen; am meisten sticht unter ihnen die antike Villa Miserazzano, in der Nähe von Croara, hervor.

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