COSENZA, DAS KLEINE ATHEN IN KALABRIEN

Eine Stadt zum Erleben und Entdecken, die dem Besucher faszinierende Einblicke in das Labyrinth der engen Gassen erlaubt. Die Provinz Cosenza besitzt viele wundervolle Orte: von den Appenninen, die die ganze Region durchqueren bis hin zu herrlichen Orten am Meer, sowohl auf Ionischer als auch auf Tyrrhenischer Seite.

Die Geschichte

Die Wurzeln der Stadt liegen in der griechischen Zivilisation. Die Legende will es, dass die Stadt von Brettio, Sohn des Herkules gegründet wurde, und zwar im Jahr 365 v. Chr.
In kurzer Zeit wurde Cosenza zu einer wichtigen und reichen Stadt, auch wenn wenig von der Zeit vor der römischen Herrschaft überliefert ist. Dann kam Cosenza unter die Herrschaft von Byzanz, der Araber, der Normannen, der Hohenstaufen und der Anjou. Mit dem Fall der Hegemonie der Aragonier begann die spanische Herrschaft, die bis zum 17. Jahrhundert andauerte. Aber schon im 15. Jahrhundert wurden die Prachtbauten errichtet, die wiederum viele mit Seide handelnde Kaufleute, hauptsächlich aus Genua, anzogen. Im Jahr 1638 suchte ein Erdbeben die Stadt heim, und danach kamen die Pest und eine Hungersnot. Erst unter den Franzosen erwachte die Stadt kulturell wieder zum Leben.

Die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten

Von den zahlreichen Sehenswürdigkeiten in Cosenza sollte Palazzo Campanella erwähnt werden, der sich an der Schnittstelle zwischen dem historischen Stadtkern und dem neuen Stadtteil befindet. Auf der Ostseite befindet sich die im Jahr 1448 gegründete San Domenico Kirche, die aber in späteren Jahrhunderten wieder aufgebaut wurde. Corso Telesia, auch die Strasse der Kaufleute und der Juweliere genannt, bestätigt die handwerkliche und kaufmännische Tendenz der Stadt. Der im XII. Jahrhundert erbaute Dom wurde ab 1748 im Barockstil erneuert; dann besuchen wir Piazza XV. Marzo, mit dem Bernardino Telesio gewidmeten Denkmal sowie dem Martyrerdenkmal von 1844. Von den weiteren kirchlichen Bauten sollte der dem heiligen Franz von Assisi gewidmete Komplex nicht vergessen werden. Er besteht aus einem 1219 gegründeten Kloster und einer Kirche, die beide mehrmals wieder aufgebaut wurden. Die Kirche wurde erweitert und mit barocken Formen geschmückt. Schliesslich das Schloss, das die Stadt vom San Pancrazio Hügel aus dominiert, wurde von den Normannen auf einem bereits vorhandenen Bauwerk der Sarazenen errichtet, und später von den Anjou erweitert und zu ihrer königlichen Residenz gemacht.

Die Umgebung

Scalea, Praia a Mare, Spezzano Albanese und Cassano allo Ionio sind nur einige Orte entlang der Küste mit kristallblauem Meer. Amantea ist Kreisstadt und Badeort, lebt aber auch von der Fischerei und der Landwirtschaft, reich an Geschichte und mit einer Vielfalt von herrlichen Plätzen für den Tourismus. Im Sommer ist die Umgebung sehr beliebt und gut besucht. Mit dem Boot kann man zu den Scogli d’Isca fahren, kleine Felsen mit wundervollen Unterwassertiefen. Praia a Mare ist einer der bekanntesten und meist besuchten Touristenorte der Küste Kalabriens, mit zahlreichen Hotels und Feriensiedlungen inmitten üppiger Zedernplantagen. Spezzano Albanese verdankt seinen Namen der Tatsache, dass der Ort von albanischen Flüchtlingen gegründet wurde, deren Sitten und Kultur hier heute noch lebendig sind. Wem es Spaß macht im Thermalbad zu relaxen, sollte den seit der Antike bekannten Thermalquellen mit 20° Wassertemperatur einen Besuch abstatten. Zum Schluss erwähnen wir noch Cassano allo Ionio, bereits in der Jungsteinzeit bewohnt; es liegt am Fuße einer Bergkette, wo sich die Ebene von Sibari vom Pollino trennt und ein natürliches Amphitheater bildet.

Andere Orte in der Nähe von Cosenza

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