Die Wahl der griechischen Siedler fiel auf diese wasserreichen und sehr fruchtbaren Gebiete, als sie ihr Reich erweitern wollten. In der Provinz Crotone gibt es viele Orte, die ideal für alle jene sind, die vergnügliche Ferien verleben, aber auch ein echtes Paradies entdecken wollen.


Die Geschichte
Crotone ist ein seit der Antike bestehendes Gebiet; es gibt Zeugnisse für eine Besiedelung dort seit der vorgeschichtlichen Zeit. In diese Region zogen die Arkadier die ersten unter den Hellenen, die die Adria überquerten geführt von Enotro, um 1600 vor Christus. Das eigentliche Gründungsdatum ist unbekannt, aber es existieren viele Legenden diesbezüglich. Die Enotrier fanden in Kalabrien viel Weide- und Anbauland; um die Bevölkerung sesshaft zu machen, gründeten sie kleine Ansiedlungen auf den Hügeln. Zwischen dem VIII. und VII. Jahrhundert vor Christus waren es die griechischen Kolonisatoren, die dieses wasserreiche und fruchtbare Land zur Region mit dem Namen Magna Grecia machten. Crotone wuchs und entwickelte sich soweit, dass es trotz der inneren Machtkämpfe zur stärksten Polis der Magna Grecia wurde. 277 wurde es von den Römern erobert, die es in ein Schlachtfeld gegen die Karthaginenser verwandelten. 194 wurde die Stadt eine Kolonie, und ihr Name taucht erst wieder in der Zeit der Kriege zwischen Byzanz und den Goten wieder auf. Heute ist Crotone eine moderne Stadt mit Industrie und Landwirtschaft.
Die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten
Erwähnenswert ist der im XI. Jahrhundert erbaute Dom, der im Laufe der Jahre mehrfach um- und angebaut wurde, wie aus der klassizistischen Fassade und dem drei-schiffigen Innern das von einer älteren Struktur zeugt ersichtlich ist. Der Taufbrunnen stammt aus dem XIV. Jahrhundert, die Madonna von Capo Colonna, mit Stuck und Vergoldungen, die auch die ganze Kirche schmücken. Das Schloss wurde auf Geheiß von Vizekönig Pedro de Toledo erbaut, und ist heute der Sitz der Kaserme Sottocampana und des Stadtmuseums. Dort werden antike Keramiken, Fliesen und bei den Ausgrabungen des antiken Kroton gefundene Objekte aufbewahrt. Weiterhin zu besuchen ist La Castella, im XIV. Jahrhundert wiederaufgebaut und mehrmals restauriert, wegen der wiederholten Plünderungszüge der Korsaren; da der imposante Bau bald in ein Museum der Kultur des Meeres verwandelt werden soll, werden gerade die vorbereiteten Bauarbeiten dafür unternommen.
Die Umgebung
In der Provinz Crotone gibt es zahlreiche Sommerferienorte, Cirò Marina, Insel Capo Rizzuto, Santa Severina und Petilio Policastro. Cirò Marina ist eine Weinstadt; auf der Insel Capo Rizzuto, am Rande einer Terrasse in Meeresnähe, wurde in den letzten Jahr der Tourismus gefördert, und es entstanden Feriendörfer und Campingplätze am Meer. Dann ist da noch Santa Severina, mit dem alten byzantinischem Viertel mit Namen Grecia, und in den Felsen gehauenen Häusern.
Die Vergangenheit der Orte ist zugleich von Byzanz und den Normannen geprägt: auf einem hohen Felsen gebaut, mit Ausblick auf das Neto-Tal, kann sich Santa Severina einer erst kürzlich restaurierten Burg rühmen, die von Mauern und mächtigen Bollwerken umgeben ist. Zum Schluss, Petilia Policastro, ein wichtiger Militärposten unter Byzanz, liegt auf einem Felsausläufer am Zusammenfluss der Wildbäche Cropa und Sòleo.
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