LECCO, DIE STADT DER „VERLOBTEN“

Bei einem Bummel durch die Straßen der kleinen lombardischen Stadt kann man die tausendjährige Geschichte dieser Orte einatmen.

Die Geschichte

Lecco liegt am Rande des Ostarms des Lario. Die reizvolle, aus den felsigen Wänden des Monte San Martino und des Resegone gebildete Landschaft verleiht Lecco seinen besonderen Charme. Diese Schönheit vermochte so starke Gefühle hervorzurufen, dass ihr der Schriftsteller Alessandro Manzoni die Inspiration für sein Schaffen entnahm und auf diese Weise das spezielle Flair dieses Ortes für die Nachwelt verewigte. Lecco ist nicht nur eine Stadt voller natürlicher Schönheit und Denkmäler, sondern gilt auch als industriell weit entwickelt. Die Ursprünge gehen vermutlich auf die vorrömische Zeit zurück. Nach dem Frieden von Konstanz gehörte es zum Herzogtum von Mailand. 

Die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten

Lecco hat sich die Züge, die Manzoni beschrieb, unverändert erhalten: der Größe nach ist es wohl eine Stadt, besitzt aber die Ruhe und Lebensqualität eines Dorfes. Einen Besuch verdienen nicht nur die Orte, an denen der Mailänder Schriftsteller seinen Roman “Die Verlobten” (“I Promessi Sposi”), angesiedelt hat, sondern auch andere Elemente, wie zum Beispiel die Piazza XX Settembre, die Piazza Cermenati und der Turm des Schlosses, ein Rest einer alten Viscontischen Festung, wo heute das Museo del Risorgimento untergebracht ist. Anzuschauen gilt es ebenfalls den Ponte Grande, der die Grenze zwischen dem Comer See und dem Fluss Adda bezeichnet; schön ist auch der Palazzo Belgioioso, Sitz des Stadtmuseums, in dem Erinnerungen an den Unabhängigkeitskrieg und den ersten Weltkrieg ausgestellt sind. Keinesfalls entgehen lassen sollte man sich die Villa von Manzoni, wo er eine lange Zeit seiner Jugend verbrachte. Hier sind Erinnerungsstücke des Schriftstellers ausgestellt. Einen Spaziergang wert sind auch die Straßen des Zentrums wie z.B. die Via Bovara, an der man viele Kunsthandwerksläden findet.
 
Die Umgebung

In der Umgebung von Lecco stößt man auf zauberhafte Urlaubsorte, die ideal für Ausflüge in die Natur sind, wie zum Beispiel Ballabio, Piana d’Erna (hier kann man auch Ski fahren), Cernobbio mit der märchenhaften Villa d’Este, die in eines der prunkvollsten Hotels des ganzen Sees verwandelt wurde. Ebenfalls nicht entgehen lassen sollte man sich das Schloss von Vezio, einen alten militärischen Vorposten, der einst als Wachturm diente.  Über eine Zugbrücke gelangt man zu dem Hauptturm, den man besteigen kann. Die Gartenanlagen des Schlosses präsentieren sich besonders im Frühling mit zauberhaften Blumen. Außerdem verdienen eine aufmerksame Besichtigung: das Val d’Intelvi, ein Tal, das Lecco mit Lugano verbindet und einen herrlichen Blick auf die beiden Seen frei gibt, und das Valsassina, ein bei Kletterern ganz Europas überaus beliebter Ort. Hier befinden sich typische Orte wie Morterone, die kleinste Gemeinde Italiens; Taceno, berühmt für die antike Kunst der Kupferbearbeitung; Barzio, das sich zu einem bedeutenden Wintersportort entwickelt hat, und Piagnona, ein kleines Dorf, in dem sich die Frauen bei Festen traditionell noch so kleiden wie die Lucia aus Manzonis Roman.

 

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