MANTUA, DIE STADT DES VIRGIL

Die Stadt, die Landschaft, die Seen und herrlichen Bauwerke zeugen von dem einstigen Glanz und Prunkt der Stadt Manta.

Die Geschichte

Die Stadt blickt auf eine Vergangenheit als römische Stadt bescheidener Größe zurück, während die wahre Entstehung von Mantua zur Zeit der italienischen Stadtstaaten erfolgte, als Alberto Pitentino ein großartiges System zur Regulierung der Wasserläufe des Mincio anlegte, so dass sich aus dem Morast Seen bildeten. Die Stadt expandierte - es wurden Paläste errichtet, Märkte geöffnet und der Beginn ihrer Blütezeit eingeleitet, als sie zu den beiden Lombardenbunden gehörte, zur Signoria wurde und einen Territorialstaat gründete. Dieser Staat blieb unter den Gonzaga bis 1707 bestehen und die Stadt erlebte eine Blütezeit. Sie verfolgte eine doppelte Politik: einerseits die städtebauliche Expansion auf der gesamten Flussinsel, andererseits die Bildung eines „Hofs“, einer Art Stadt in der Stadt. Der Verfall war eine Folge der Erbfolgekriege des Herzogtums, wilder Plünderungen der Kaiserlichen und der Pest von 1630. Mantua wurde zum Besitztum der Österreicher und gemeinsam mit Verona, Peschiera und Legnago zu einer der Festungen des “quadrilatero” (Festungsvierecks). Erst seit 1866 gehörte es definitiv zum Italienischen Reich.

Die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten

Die lombardische Stadt bietet vielfältige Orte, die von dem Glanz des Alten Mantua zeugen und die es zu besichtigen gilt. Einige Beispiele: Die Kirche Sant’Andrea, die nach einem Entwurf von Leon Battista Alberti gebaut und in zwei Etappen entstand - um 1600 und um 1700, als man die Kuppel darauf setzte. An ihrer Seite steht ein gotischer Glockenturm. In der Kirche kann man Fresken und Altarbilder von Malern des 16. Jahrhunderts bewundern. Auf der spätmittelalterlichen Piazza delle Erbe findet man eine außergewöhnlich reizvolle Sequenz aus Baudenkmälern – die Rotonda di San Lorenzo, den Uhrenturm, den Palazzo della Ragione und den Palazzo del Podestà. Auf der angrenzenden Piazza Broletto findet sich eine Nische mit einem Standbild von Virgil und das Museo Tazio Nuvolari e Learco Guerra, das den beiden Mantuaer Champions des Auto- und Radrennsports gewidmet ist. Auf der Piazza Bordello stehen der Palazzo Ducale und der Dom: der erste besteht aus mehreren, zu verschiedenen Zeiten errichteten Gebäuden, die einen der reichsten Komplexe Italiens bilden und sich am Ufer des kleineren Sees entlang ziehen. Zu diesen Gebäuden gehören Paläste, Kirchen, Plätze, Parks und Arkaden, die einen Eindruck vom Reichtum der Stadt zur Zeit der Gonzaga vermitteln. Der Dom hingegen ist mittelalterlichen Ursprungs und birgt verschiedene Kunstwerke von bemerkenswertem Interesse. Im zweiten Stadtring, der “civitas nova”, gibt es das Diözese-Museum “Francesco Gonzaga”, den Palazzo d’Arco, den Palazzo Sordi, Palazzo Valenti und die Kirche San Sebastiano zu sehen.

Die Umgebung

Trotz seiner glorreichen Vergangenheit hat Mantua sich im Laufe der Jahrhunderte sowohl in der Stadt als auch in der Provinz eine gemäßigte Lebensart bewahrt. Die Industrie hat sich auch hier entwickelt, begleitet von einer dank der einzigartigen Fruchtbarkeit ihres Bodens hervorragenden Landwirtschaft. In der Umgebung von Mantua gibt es viele bemerkenswerte Orte:  Asola, Suzzara und Canneto Sulloglio, um nur einige davon zu nennen. Das Territorium wird von dem Fluss Mincio mit seinem Naturpark und den großen Seen am Eingang der Stadt bewässert. Den Mincio kann man über lange Strecken mit dem Boot befahren und auf diese Weise die Gegend erkunden. Das Gebiet ist per Gesetz der Provinz wegen seiner charakteristischen Schilfbewachsung  und seiner Wildvögel und Fische zum Naturschutzgebiet erklärt worden. Die Seen, von denen es einst vier gab, bevor einer von ihnen ausgetrocknet wurde, um einer industriellen Ansiedlung Platz zu machen, haben der Stadt immer ausgezeichneten Schutz gewährt und werden heute zur Erholung im Zeichen von Sport und Unterhaltung genutzt.

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