RAVENNA, HAUPTSTADT DER KAISERREICHE

Ravenna spielte eine äusserst wichtige Rolle im römischen Reich, unter dem König der Eruli, Odoaker, und im Reich der Ostrogoten unter Theoderich, und nahm auch die Rolle der Macht von Byzanz in Italien ein.

Die Geschichte

Die Ursprünge Ravennas gehen auf die Ansiedlungen in den Lagunen zurück, zuerst die der Etrusker und danach der Völker aus Umbrien. Aber ihre Bedeutung verdankt die Stadt der Römerzeit. 402 wurde Ravenna zur Hauptstadt des Reichs im Westen, und hatte eine Art Mittlerrolle zwischen der byzantinischen und der römischen Kultur. Beim Zusammenbruch des römischen Reichs wurde es zur Reichshauptstadt, zuerst von Odoaker und dann von Theoderich, und hatte somit die Rolle der Macht von Byzanz in Italien. Während des Mittelalters, nach dem Ende der Beziehungen mit dem Osten, kam eine Zeit des Niedergangs und der Isolation, die erst 1400 unter der Herrschaft von Venedig ein Ende nahm. Ab dem XVI. Jahrhundert gehörte Ravenna zum Kirchenstaat. Dieser regierte die Stadt dreieinhalb Jahrhunderte und brachte sie wieder zum Niedergang. Ihre neueste Entwicklung erfuhr die Stadt nach dem 2. Weltkrieg, mit der Entdeckung der Erdgasvorkommen, die zum sozialen und wirtschaftlichen Wachstum der Stadt beitrugen.

Die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten

Das historische Zentrum von Ravenna bietet viele Spuren seiner frühchristlichen und byzantinischen Vergangenheit mit perfekt erhaltenen Monumenten. Ausser den zylinderförmigen Glockentürmen aus dem IX. und X. Jahrhundert, findet man harmonische Renaissancebauten, Zeugen der Umstrukturierung von seiten der Venezianer um 1400. Der bedeutendste Komplex der Stadt ist zweifellos San Vitale, mit dem Benediktinerkloster, der Basilika selbst als eine der wertvollsten Zeugnisse der frühchristlichen Kunst, das Mausoleum der Galla Placidia und das Nationalmuseum. Wenige Minuten von San Vitale entfernt steht der Dom im frühchristlichen Stil, im V. Jahrhundert von Bischof Orso erbaut; Orso liess auch das nahegelegene Battistero Neoniano erbauen. Nicht vergessen werden sollte auch die Kirche von San Francesco, 460 von Bischof Neone errichtet, in welcher bis 1865 die sterblichen Reste von Dante aufbewahrt wurden. Heute befinden sie sich in dem Dichter gewidmeten neu-klassizistischem Grabmal seitlich der Kirche. Im Ostteil der Stadt erwähnen wir Sant’Apollinare Nuovo und das berühmte Mausoleum des Theodorich, König der Ostrogoten, mit seiner robusten, polygonalen Struktur.

Die Umgebung

In der Provinz Ravenna befinden sich bekannte Touristenziele wie Marina di Ravenna und das fashion-bewusste Milano Marittima. Der Tourismus bindet sich aber nicht nur an die Kunst und an das Meer, sondern berücksichtigt auch die Natur, würdig vertreten von der Naturoase Punta Alberete sowie von den schweigsamen Tälern des Po-Deltas. Marina di Ravenna liegt zwischen wunderschönen Pinienhainen und den Stränden der Küste der Romagna. Tagsüber kann man spazieren gehen oder Sport treiben – sei es Volleyball oder Segeln, Golf oder beach tennis – und abends hat man nur die Qual der Wahl zwischen Diskotheken, der Atmosphäre der Pubs, kulturellen Veranstaltungen oder romantischen Strandfesten. Milano Marittima, super-elegant und renommiert, ist es gelungen eine wirklich exklusive Atmosphäre zu schaffen und zu behalten, so dass auch der anspruchsvollste Gast zufrieden ist. Im Zentrum findet man hochkarätige Läden und Restaurants, Diskotheken, Nachtlokale und Cafés, die stets im Trend sind. Inmitten in einem jahrhunderte alten Pinienhain, schafft es der Badeort den Trubel im Zentrum mit der Ruhe in der Natur zu kombinieren, und wird so zum idealen Ziel für einen Kompletturlaub. In dem Pinienhain befinden sich auch die Thermen von Cervia, ein Avantgarde-Wellnesskomplex für den Körper.

 

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