Bürger und Besucher von Sassari treffen sich zum traditionellen Spaziergang über die herrliche Piazza Italia. Die Provinz von Sassari zählt zu den schönsten Gegenden der Insel und kann auf die beliebteste Küste Italiens mit so renommierten Urlaubsorten wie Porto Cervo, Golfo Aranci und Stintino stolz sein.


Die Geschichte
Die Geschichte der kleinen Ortschaft begann, als die Bevölkerung von der Küste hierhin floh, um den Einfällen der Saraszenen und der Malaria zu entkommen. Zur Zeit der Römer wurde Sassari dem Judikat von Torres unterstellt und spielte als Umschlagszentrum eine zunehmend wichtigere Rolle, da die Kaufleute aus Pisa und Genua den nahe liegenden Hafen nutzten und so dazu beitrugen, dass die Stadt vom Judikat befreit wurde, auch wenn sich die Bürger dem Einfluss der Adelsfamilien aus Pisa und Genua beugen mussten. 1294 erließ die Stadtregierung die ersten Rechtsordnungen, und in der Zeit zwischen dem XIII. und dem XIV Jahrhundert nahm Sassari immer mehr die Größe und das Bild einer Großstadt an, die bis zum Ende des 19. Jahrhunderts von der Regierung durch die Aragoner bewahrt blieb. Nach 1820, unter dem Reich der Savoyer von Carlo Felice, begann das Stadtbild mit der Anlage von breiten und geradlinigen Straßen in den Vierteln im Umkreis des alten Stadtkerns modernere Formen anzunehmen.
Die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten
Die großzügige und elegante Piazza dItalia gilt als Salon der Stadt und als der schönste Platz Sardiniens, auf dem sich die Bürger und Besucher von Sassari zu einem traditionellen Spaziergang treffen Zu den wichtigsten Bauwerken der Stadt gehören: Die Piazza Castello, das Museo Nazionale Sanna mit seiner archäologischem Abteilung, die die versteinerten Wälder von Anglona und die Fundstücke einer am Monte dAccordi gelegenen Wallfahrtsstätte aus der Vorgeschichte zeigt, die Pinakothek mit einer Sammlung von etwa 50 Gemälden sardischer, italienischer und ausländischer Meister, der 1106 erbaute Dom Santa Maria di Betlem mit seinen inneren Scheidewänden aus dem 19. Jahrhundert, die auf dem ursprünglichen gotischen Unterbau angelegt wurden, und die Kirche San Pietro in Silki. Doch vor allem in der Zeit zwischen 1820 und 1840 erlebte Sassari dank einer blühenden Wirtschaft einen wahren Bauboom mit Werken sowohl einheimischer als auch vom Festland stammender Architekten. In jeder Epoche entstanden die imposanten Wohnhäuser im klassizistischen Stil und das Stadttheater (Teatro Civico), dessen Grundriss den des Teatro Carignano in Turin aufgreift.
Die Umgebung
Die Provinz von Sassari zeichnet sich durch eine einzigartige Natur und ein mildes Klima mit erfrischenden Brisen aus. Hier nimmt das Mittelmeer bezaubernde Farben an, die die Nordküste der Insel im Sommer zu einem der beliebtesten Urlaubsziele der Welt machen. Porto Torres ist vor allem aufgrund seines Hafens, der eine wichtige Knotenstelle zwischen der Insel mit dem Festland darstellt, einer der bekanntesten Orte der Küste. Die Costa Smeralda mit Porto Cervo und dem Golfo Aranci dagegen wird vor allem wegen ihrer herrlichen Naturlandschaft geschätzt und jedes Jahr von bekannten Persönlichkeiten der ganzen Welt als ihr bevorzugter Urlaubsort ausgesucht. Die Küste verdankt ihren Namen dem hellblauen Meer und wurde in den 60er Jahren von geschäftstüchtigen Unternehmern auf diesen Namen getauft, die hier einen exklusiven Badeort schufen. Die Maddalena-Insel, die größte des gleichnamigen Archipels, ist ein wahrhaft einzigartiger Nationalpark; die Costa Paradiso im Norden der Insel wiederum ein nicht weniger bekanntes Urlaubsziel. Weiter erwähnt werden müssen die Badeorte Santa Teresa di Gallura und Stintino mit dem berühmten Strand von Pelosa und die Städte Olbia und Alghero. Olbia ist ein renommierter Urlaubsort und mit seinem Hafen und Flughafen einer der wichtigsten Knotenpunkte für den Verkehr zwischen Sardinien und dem Festland, während Alghero auch unter dem Namen kleines Barcelona bekannt ist, da die Stadt einst von Siedlern spanischer Herkunft bewohnt war, und auch heute noch sprechen vor allem die älteren Einwohner Algheros Katalanisch.
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