Anlässlich der Winterolympiaden 2006 die im piemontesischen Hauptort und in berühmten Touristenorten wie Sestriere und Bardonecchia veranstaltet wurden, konnten sich die besten Athleten der Welt messen.


Die Geschichte
Die Stadt wurde 221 v.Chr. von Hannibal erobert und war zur Zeit Julius Cesars ein wichtiges Handelszentrum. 69 n.Chr. wurde Turin von den Römern “Augusta Taurinorum” genannt. Nach dem Fall des römischen Reiches wurde die Stadt zuerst von den Langobarden, die sie zur Hauptstadt des Herzogtums machten, erobert; anschließend wurde sie zu einer Grafschaft der Franken. Sie wurde von 1536 bis 1562 von den Franzosen besetzt und 1563 wieder an Emanuel Philibert, der sie zur Hauptstadt des Herzogtums machte, abgetreten. Während des Bürgerkriegs wurde sie mehrmals geplündert und wurde 1713 Hauptstadt des Königreichs Sardinien. Durch die Vereinigung Italiens im Jahr 1861 wurde Turin Hauptstadt. Während des Zweiten Weltkriegs zählte sie zu den Städten, die am Widerstand gegen den Faschismus teilnahmen. Heute ist sie die zweigrößte Stadt des Piemonts nach Cuneo und zeichnet sich durch eine hervorragende Metall- und Maschinenindustrie aus. Der Automobilsektor ist besonders ausgeprägt: Turin ist insbesondere bekannt als Sitz des Autoherstellers Fiat, der hier gegründet wurde. Weitere wichtige Industriesektoren sind die Textil-, Chemie-, Lebensmittel- und Weinbranche; die hier hergestellten Liköre und Apertifs sind weltweit renommiert. Ebenfalls bedeutend sind das Druckereigewerbe und der Verlagssektor.
Die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten
Im Herzen der Altstadt Turins befindet sich der antikste Teil der Stadt: Piazza Castello mit Palazzo Madama, der die Geschichte der Stadt in sich schließt und heute das städtische Museum der antiken Kunst beherbergt. In der Nachbarschaft befinden sich das Theater Regio aus dem achtzehnten Jahrhundert, Palazzo Reale aus dem siebzehnten Jahrhundert, der Hof der Savoyer bis 1865, die Königsgärten, die nach französischem Geschmack gebaut wurden, und die Armeria Reale, die eine Kollektion von Rüstungen und antiken Waffen beherbergt. Ein absolutes Muss ist die Besichtigung des Doms aus der Renaissance, der Ende des fünfzehnten Jahrhunderts gebaut wurde und an dessen linker Seite sich ein imposanter Kirchenturm mit romanischen Formen erhebt. Man kann auch die Kapelle mit dem Leichentuch Christi und die Wallfahrtskirche der Consolata besuchen. Sehenswert ist außerdem das Wahrzeichen von Turin: die 167,5 Meter hohe Mole Antonelliana, die höchste Mauerwerkstruktur Europas.
Die Umgebung
In der Umgebung von Turin befinden sich charakteristische Ortschaften und erstklassige Touristenorte wie Pragelato, Sestriere und Bardonecchia, wo die Winterolympiaden 2006 ausgetragen wurden. Sestriere, die durch die Initiative der Familie Agnelli errichtet wurde, ist wegen der “Via Lattea”, eines der größten Skigebiete Europas, bekannt. Bardonecchia ist eines der wichtigsten Touristenzentren der hohen Valle di Susa. Zum Gebiet zählen außerdem noch: die Basilika von Superga mit einer Gedenktafel, die an das Flugzeugunglück von 1949 erinnert; Pino Torinese mit barocken, die Hauptstrasse flankierenden Gebäuden; Pecetto Torinese, ein kleines Zentrum in der Nähe des Colle della Maddalena; Venarìa Reale mit der Herrlichen Piazza dell’Annunziata.
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