DER HAFEN DES MITTELMEERS

Auch unter seinen verschiedenen Fremdherrschaften sind Messina und sein Hafen immer ein Kontenpunkt im Wirtschafts- und Verkehrssystem des Mittelmeerbeckens geblieben.

Die Geschichte

Mit der Präsenz abwechselnder Fremdherrschaften in der gesamten Provinz Messinas hat sich die Rolle des Hafens und der Stadt immer wieder geändert. Unter den Römern erhielt die Stadt ab 263 v.Chr. ein erstes Straßennetz, wogegen die Byzantiner den Hafen der Stadt zu einem wichtigen Knotenpunkt für den Handelsverkehr über den Seeweg machten. Die Normannen wiederum konzentrierten ihre baulichen Maßnahmen erneut auf das Stadtbild und schufen den Palazzo Reale, ohne die Bedeutung des Hafens außer acht zu lassen. Die Hohenstaufen dagegen versprachen, die Stadt weiter zu verschönern, und hielten dieses Versprechen u.a. mit der Anlage der Festung Castellamare ein. Doch entwickelte sich im Laufe der Zeit auch der Bürgerstand, und Messina wurde im Rinascimento zu einer wichtigen Stadt der Kunst und der Kultur, während die Bourbonen Messina Anfang des 18. Jahrhunderts bis zum Jahre 1860, der Ankunft Garibaldis, unter Belagerung nahmen. 1908 schließlich brachte ein schreckliches Meerbeben, das die Küste Siziliens und Kalabriens betraf, Messina so gut wie dem Erdboden gleich machte und etwa 80.000 Opfer forderte.

Die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten

Zahlreiche Bauwerke gibt es in Messina zu besichtigen: Den Dom im normannischen Baustil, der nach dem Meerbeben von 1908 neu errichtet wurde, und seinen 60 m hohen Kirchturm mit seiner großen astronomischen Uhr, die um Punkt zwölf Uhr mittags mit 12 Schlägen die verschiedenen Tierfiguren eines Glockenspiels bewegt, aber auch das Regionsmuseum mit seinen Gemälden, Basreliefs, Kapitellen und Statuen, die aus dem späten Cinquecento stammende Kirche San Giovanni di Malta, die Kirche des Hl. Franziskus von Assisi, die ebenfalls nach den Meerbeben von 1908 neu errichtet wurde, der 1616 vom Architekten Natale Masuccio gebaute Komplex Monte di Pietà, der über eine prachtvolle Freitreppe mit der ehemaligen Pietà-Kirche verbunden ist, von der nach dem Beben lediglich die schöne Fassade erhalten blieb, und schließlich der Orione-Brunnen in der Mitte des Domvorplatzes aus dem XVI. Jahrhundert.

Die Umgebung

In der Umgebung von Messina finden wir zahlreiche kunstgeschichtlich wichtigen Bauwerke und Orte, die eine Besichtigung wohl wert sind. Die Benediktinerabtei Santa Maria della Valle stammt aus dem XII. Jahrhundert und wurde im XIV. Jh. restauriert. Ganzirri und Torre Faro sind zwei reizvolle Fischerdörfer. Der Monte Antennammare ist für seine atemberaubenden Aussichten bekannt. Taormina, Milazzo und Alicudi sind mit ihren steilen Felstreppen ideal einen Abenteuerurlaub weitab vom Verkehr. Filicudi dagegen ist eine abgeschiedene kleine Insel für einen Urlaub ganz im Zeichen der Entspannung und einer herrlichen, urwüchsigen Natur. Die Äolien schließlich mit ihren Inseln Lipari, Vulcano, Stromboli, Salina und  Panarea sind wahre Urlaubsparadiese auf Erden und der Schatz dieses Gegend. Lipari ist die größte der fünf Inseln und bietet mit ihren herrlichen Grotten, Stränden Buchten und Klippen einen Urlaub in einer Welt, in der die Zeit still steht. Die kleine Vulcano-Insel dagegen ist ideal für alle, die einen abenteuerlichen Urlaub mit suggestiven, wenn auch nicht immer einfachen Klettertouren bevorzugen. Stromboli wiederum, nach seinem imposanten Vulkan benannt, ist ohne Zweifel die Insel mit der rauhesten Landschaft des Archipels, die zur Besichtigung des Vulkans und seiner ungewöhnlichen Umgebung aber auch zum Entspannen und Schwimmen am herrlichen Strand von Forgia Vecchia einlädt. Mit seinem reizvollen Farbkontrast zwischen den blendend weiß getünchten Häusern und dem schwarzen Vulkangestein taucht Stromboli jeden Urlaub in eine wirklich einzigartige, unvergessliche Atmosphäre. Salina dagegen hat eine üppige Vegetation zu bieten, die sie zur grünsten Insel der Gruppe macht. Hier findet der Urlauber ein ideales Umfeld zum Wandern inmitten der charakteristischen Düfte einer außergewöhnlichen Flora, die dem ruhigen und romantischen Salina den Beinamen „Insel der Verliebten“ gegeben hat. Panarea schließlich ist mit ihren herrlichen Buchten vielleicht die trendigste und exklusivste der Inseln dieses Küstenstreifens und wird nicht zufälligerweise von zahlreichen Berühmtheiten des Showbusiness besucht.

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