DIE ENTDECKUNG DES RÖMISCHEN TARVISIUM

Die Geschichte von Treviso begann zur Zeit der Römer und erlebte im Mittelalter ihre Blütezeit. Das gesamte Territorium von Treviso ist so reich an historischen, künstlerischen und architektonischen Zeugnissen, dass es viele berühmte Persönlichkeiten zum Aufenthaltsort erwählten.

Die Geschichte

Die Geschichte von Treviso nahm mit einer Siedlung der Bronzezeit ihren Lauf, während das römische Tarvisium zur Zeit der Kommunen einen bemerkenswerten Aufschwung erlebte. Von Attila verschont geblieben, kam es unter den Goten und Langobarden, die es zum Herzogtum krönten, zu Wohlstand. Im Mittelalter begann seine glorreichste Zeit und nach einer langen Periode, die von Vorherrschaftskämpfen zwischen den Guelfen und Ghibellinen gekennzeichnet war, schloss es sich 1339 aus freiem Willen der Republik Venedig an. Später wurde die Stadt von Österreich und Italien umkämpft – dieser Zustand hielt bis 1866 an. Während des Krieges von 1915 bis 1918 hatte es unter Luftangriffen zu leiden, mehr noch jedoch während des zweiten Weltkriegs, als ein Bombenangriff der Amerikaner Tausende von Opfern forderte und viele öffentliche Gebäude und Bauwerke von großem historischen Wert zerstörte. 

Die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten

Treviso hat sich viele seiner so typischen bemalten Häuser erhalten. Die Flüsse Sile und Cagnan, die hier aufeinander stoßen, verleihen dem von Mauern aus dem 16. Jahrhundert umgebenen historischen Zentrum ein ganz besonderes Flair. Häuser, die mitten ins Wasser gebaut wurden oder darüber ragen und deren Fassaden mit Fresken verziert sind, an den Kanälen entlang führende Arkaden – in dieser Atmosphäre zauberhafter Harmonie befindet sich ein sehr wertvolles monumentales, historisches und künstlerisches Vermögen. In Treviso gilt es unbedingt den Dom  San Pietro, die Cappella Malchiostro, die Kirche San Nicolò und das Stadtmuseum mit Werken von Bellini, Lotto, Tizian und Bassano zu besichtigen. Auf der Piazza dei Signori findet man schließlich eine elegante Folge antiker Stadtbauten, die ein feierliches und einträchtiges architektonisches Ensemble von mittelalterlichem Flair bilden.

Die Umgebung

Das gesamte Territorium von Treviso ist extrem reich an architektonischen und künstlerischen Sehenswürdigkeiten. Außer den Villen gibt es hier zauberhafte Städtchen wie zum Beispiel Asolo, das sich mit seinen mittelalterlichen und Renaissance-Bauten in den sanften Schwung herrlicher Hügel  schmiegt und als bevorzugtes Motiv vieler Maler stets Aufenthaltsort illustrer Gäste war: Giosuè Carducci, Eleonora Duse, Ezra Pound und Strawinsky. Und dann, ebenfalls in der “Marca Gioiosa”: Castelfranco Veneto, eine der besterhaltenen, von Stadtmauern umgebenen Städte und Heimat von Giorgione. An der ”Strada dei vini del Piave” (Weinstraße des Piave) findet man zahlreiche Weingüter, die sich mit ebenso vielen Kunststätten abwechseln: Conegliano, Vittorio Veneto und Oderzo – allesamt Orte, die als beispielhaft für eine Provinz mit einem natürlichen und künstlerischen Vermögen von enormer Schönheit anzusehen sind.