Die hochliegenden Weinberge zwischen Teroldego und Lagrein

Eine Reise durch die kulinarische Tradition des Trentino-Alto Adige (Trentino-Südtirol), wo zwischen hohen Gipfeln und grünen Almweiden herrliche Weine entstehen, die zu typischen regionalen Gerichte gereicht werden.

Die Trienter und Südtiroler Gegend mit bezaubernden Tälern und Almweiden wird nicht nur von weiten duftenden Apfelgärten beherrscht, sondern es ist ein Stück Erde, das hervorragende elegante Weine entstehen lässt, die durch ihre Harmonie und ihren Duft hervorstechen. Mit ihren über 13 Tausend Hektar Anbaugebiet stehen diese Regionen an vierter Stelle der nationalen Weinproduktion: ein stattliches Vermögen einer fruchtbaren Erde mit zwei verschiedenen Herzen: Trient und Südtirol, vereint durch ihre gemeinsame Liebe für die Weinrebe, die über 50% des bebauten Gebietes ausmacht.
Ist dieser Besucher auf Wegen unterwegs, die durch die Weinberge des Trentino-Alto Adige führen, wird er von himmlischen Düften, typischen Produkten und heimischen Spezialitäten begleitet. Insgesamt gibt es 8 „Strade del Vino e dei Sapori” (wörtlich übersetzt: Wein- und Genussstraßen). Entlang dieser Straßen bieten die „Bergleute“ und die renommierten Weinkellereien –meist noch unter der Herrschaft der Winzergenossenschaften- Kostproben und zeigen die eindrucksvollen Schlösser, Burgen und mittelalterlichen Höfe, die Felsenwände, Gipfel, Bäche und Almweiden, die Almhütten und ihre so typischen Stuben. Entlang dieser Straßen entstehen die 7 hochwertigen DOC-Weine (Denominazione di origine controllata, italienische Ursprunsbezeichnung), angefangen vom Alto Adige über den Casteller zum Caldaro (Kalterer), vom Doc Trento zum Trentino und dem Valdadige, zuletzt der Teroldego Rotaliano. Aber auch die 4 IGT (Indicazione Geografica Tipica, italienische Qualitätsbezeichnung), und zwar Vigneti delle Dolomiti, Delle Venezie, Vallagarina und Mitterberg zwischen Cauria und Tel. Es sind alles weltbekannte Qualitätsprodukte, die Frucht außergewöhnlicher Trauben, unter ihnen der famose Schiava (in den Versionen dick, grau und lieblich); der Name (Schiava: Sklavin) rührt von der Gewohnheit, die gleichnamige Rebe etwas launenhaft an den Rebling zu binden, sodass sie wie zu einer Sklavin wird. Dann die Trauben antiker autochthoner Reben, die wichtigen „Stützpfeiler“ des Weinbaus von Trient und Südtirol: der Marzemino, der aus dem Vallagarina-Tal stammt, Nosiola, aus dem ein süßer Mandel-Likör-Wein entsteht (Vino Santo, heiliger Wein), der Lagrein, eine Nebenbezeichnung des Doc Alto Adige, auch als Kretzer bekannt. Nicht zu vergessen sind natürlich Reben internationaler Abstammung wie Cabernet, Merlot, Pinot Nero, Moscato Rosa, Chardonnay, Müller Thurgau und Traminer Aromatico.
Zum Abschluss all dieser Köstlichkeiten einfache aber wohlschmeckende Spezialitäten, ein Erbe deutscher und häuslicher Küch: Knödel, das „Patào“, „Osèi Scampadi”, “Kartoffel-Tortèi”, “Pinza”, “Patùgo”, gepökeltes Fleisch, “Luganega”, Wild, Pilze, und nicht zu vergessen die “süßen Ghiotti”, süßes Gebäck wie Strudel, “Fugàza”, “Zèlten” und der “Fregolòti-Kuchen”. Zum Abschluss der kulinarischen Schau der typischen Produkte, wo Speck, “Ciuiga”, “Vezzena”, “Casolèt”, Grana Trentino DOP, Honig, rote Beeren und vor allem die Äpfel die Geschichte dieser Region in die Welt hinaustragen.