Die Maremma erleben

Im Herzen der Toskana bietet ein bezaubernder und geschichtsträchtiger Nationalpark mit seinen einzigartigen Pflanzen und Blumen unzählige Erlebnisse. Eingerichtet wurde er im Jahre 1975 zum Schutze einer faszinierenden Landschaft, deren Fauna und Botanik einzigartig sind.

Eine Reise in die Maremma ist eine Reise in die Natur. Der Parco regionale della Maremma umfasst ein Gebiet von zirka 100 Quadratkilometern, das sich von der Ortschaft Principina a Mare und Talamone bis zum Hinterland entlang der Via Aurelia erstreckt und in der Provinz Grosseto liegt. Es berührt die Gemeindegebiete von Grosseto, Magliano in Toscana und Orbetello. Die Monti dell'Uccellina – eine an der Küste liegende Bergkette – beherrschen das gesamte Gebiet, während das Hinterland des Parks zahlreiche unterschiedliche Landschaftsformen aufweist: von der Meeresküste bis hin zur typischen mediterranen Macchia, deren Hügellandschaft von den Blüten der Baumerdbeere, Erika, Fillirea, Myrrhe und des Wacholders in ein Farbenmeer getaucht wird.
Die Pinienwälder in Küstennähe wurden in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts mit der Bepflanzung von Pinien künstlich angelegt. Es fehlen auch nicht die vom Menschen landwirtschaftlich genutzten Flächen, auf denen zahlreiche Tiere wie Rinder und Maremma-Pferde wild weiden und Hasen, Wildschweine und Füchse heimisch sind. Zwei Flüsse, der Ombrone und Albegna, haben im Landesinneren ein Feuchtgebiet geschaffen, in dem zahlreiche Vögel nisten und Zugvögel überwintern können.
Die Maremma ist auch reich an geschichtsträchtigen Orten, die einen Besuch lohnen. Folgt man den Wegen innerhalb des Nationalparks kann man Kirchen und Türme entdecken. Unbedingt einen Besuch wert ist die Abtei von San Rabano, die älteste ihrer Art in der Toskana. Gegründet wurde sie im 12. Jahrhundert und besteht aus einer Kirche und einem Wachtturm, dem Torre dell'Uccellina. Von besonderem architektonischem Interesse ist das Rippengewölbe, das als Abdeckung dient.
Wandert man die Küste entlang, trifft man schließlich auf die Wehrtürme, die vorwiegend im 15. Jahrhundert zum Schutz der Küste vor den einfallenden Türken errichtet wurden. Die Türme beherbergten den Kastellan sowie ein Duzend Kanoniere. Aus architektonischer Sicht weisen die Türme einen quadratischen steinernen Grundriss auf.

Besichtigung des Parks
Der Park ist täglich das ganze Jahr über geöffnet. Die Wanderwege können einzeln oder in Gruppen je nach Jahreszeit in Begleitung eines Führers oder allein erkundet werden.
Zu Fuß, auf den zahlreichen Wanderwegen im Landesinneren, die zu den entlegendsten Orten führen.
Im Kanu. Geführte Ausflüge auf dem Fluss Ombrone, die zirka 3 Stunden dauern.
Auf dem Pferd. Zahlreiche Wege können mit Pferden beritten werden. Geeignet für unerfahrene Reiter (etwa der Weg „Romitorio“, zirka 2 Stunden) sowie für erfahrene Reiter.
Mit dem Mountainbike. Der Weg A7 wurde speziell für Begeisterte des Radsportes ausgewiesen (Fahrräder können vor Ort angemietet werden).