Die Seen von Monticchio

Der Lago Piccolo und der Lago Grande, nur durch einen Landarm voneinander getrennt und beeindruckend schön, liegen am Südwesthang eines erloschenen Vulkans: in den Kratern des Monte Vulture. Das Gebiet ist ein regionales Schutzgebiet – „Lago Piccolo di Monticchio” – in der Gemeinde von Atella.

An den Seeufern spenden Buchen und Eichen Schatten, auf dem Wasser bilden Seerosen zarte duftende Teppiche, die an impressionistische Gemälde erinnern. Die zwei Seen von Monticchio sind eine Oase des Friedens und der Ruhe am Fuße des Monte Vulture, die zwar im Frühling bei voller Blüte am allerschönsten ist, doch auch in den anderen Jahreszeiten einen großen Zauber ausströmt. Im Sommer genießt man hier eine erfrischende Kühle.  Die Seen, die beide die Form einer Ellipse haben – nicht umsonst werden sie auch „Zwillinge des Vulture" genannt –, sind durch einen 215 Meter breiten Landarm voneinander getrennt. Der Lago Piccolo hat eine Fläche von 16 Hektar und einen Umfang von 1.800 Metern und seine Ufer sind steil, während der Lago Grande mit 38 Hektar Fläche und 2.700 Meter Umfang ausgedehnte Untiefen aufweist. Obgleich sie miteinander verbunden sind, sind doch ihre Farben unterschiedlich: Sie wechseln von Grünlich zu Olivgrün und schaffen unendlich viele unterschiedliche Stimmungen, wenn man an ihren Ufern spazieren geht.
Unzählige Pflanzen- und Tierarten bevölkern das 187 Hektar große Naturschutzgebiet Lago Piccolo di Monticchio” im Gebiet von Atella. Hierzu gehören auch einige seltene Arten, die man nur hier bewundern kann. Ein Buchenhain von niedriger Höhe schafft beispielsweise das ideale Habitat für den äußerst seltenen Nachtfalter „Bramea di Harting” (1963 vom Südtiroler Forscher Federico Harting entdeckt), der einzigen europäischen Art der Bramea. Diese Schönheit kann man nur in bestimmten Monaten bewundern, während man den Fischotter, die Wildkatze, das Stachelschwein, das Stinktier und das schwarze Eichhörnchen das ganze Jahr über im Schutzgebiet antreffen kann.