Die Seen von Varano und Lesina

Die nördlich vom Kap des Gargano in der Provinz von Foggia gelegenen Seen von Varano und Lesina sind die größten Seen an der Küste der Halbinsel. Sie sind für Tiere ebenso ein Paradies wie für Urlauber, die sich nach unberührten Gegenden sehnen, und für Angelfreunde.

Der See von Varano ist mit seinen 60 Quadratkilometern Fläche der größte italienische Küstensee, der größte See Süditaliens und der siebtgrößte See der gesamten Halbinsel. An der Nordküste des Gargano gelegen, umspült sein Wasser die Gebiete von Cagnano Varano, Carpino und Ischitella, obgleich keiner dieser Orte direkt am See liegt.
Er wird zwar „See“ genannt, ist aber eigentlich eine Lagune, die sich in den Kalkfelsen des Gargano, zwischen dem Kap des Monte d’Elio und der Spitze von Rodi Garganico eingegraben hat. Heute erstreckt sich der nicht sonderlich tiefe See über eine Breite von etwa 10 Kilometern, während sein Umfang 30 Kilometer misst.
Im Norden wird der See von Varano durch einen schmalen Landstreifen von der Adria getrennt. Dieser ist lediglich einen Kilometer breit und 10 Kilometer lang und wird daher auch als „Insel" bezeichnet, auf der Pinien, Weiden, Eukalyptusbäumen und anderen Pflanzen wachsen, die angenehme mediterrane Düfte aussenden. Außerdem ist der See mit dem Meer durch zwei Kanäle verbunden: die Mündung des Capoiale und die Mündung des Varano.
Auf der gleichnamigen Seeinsel wurde 1977 das 145 Hektar große Staatliche Naturschutzgebiet Isola di Varano eingerichtet, um Reihern, Kormoranen, Enten, Flamingos, Möwen und anderen Vogelarten ein Zuhause zu geben.

Eine ausgedehnte, friedliche Naturoase ist der Lago di Lesina, bei dem es sich um einen mit Salzwasser gefüllten Binnensee handelt. Er liegt im Norden der Region Apulien, zwischen dem Tavoliere delle Puglie und dem Kap des Gargano. Seine Abmessungen - etwa 20 Kilometer Länge, im Durchschnitt 2,4 Kilometer Breite und eine Fläche von 51,4 Quadratkilometern – machen ihn zum neuntgrößten See Italiens und, nach dem See von Varano, zum zweitgrößten See Süditaliens.
Zwei Kanäle, der Acquarotta und der Schiapparo, verbinden ihn mit der Adria, von der ihn eine ca. 2 Kilometer breite und 16 Kilometer lange Düne mit der Bezeichnung Bosco Isola trennt. Zahlreiche Sturzbäche versorgen den See kontinuierlich mit einer geringen Menge Süßwassers. Das gesamte Gebiet ist ein ausgedehnter Sumpf und damit das ideale Habitat für Fische und andere Wassertiere. Das Wasser des Lago di Lesina ist vor allem von Aalen bevölkert.
Im östlichen Teil des Sees liegt die Riserva naturale Lago di Lesina, ein staatliches Naturschutzgebiet, das 1981 zum Schutz dieser schönen Gegend eingerichtet wurde.

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