DIE STARKE SPIRITUALITÄT VON VALLOMBROSA

In der unberührten Natur des waldigen Naturparks der Toskana findet die Seele im Benediktinerkloster Zuflucht, um hier in ihre tiefste Dimension zurückzukehren.

Eine Oase des Friedens und der Ruhe, eingebettet in die Natur. In dem toskanisch-emilianischen Apennin, in 1000 Metern Höhe, umgeben von einem jahrhundertealten Wald, erhebt sich die 1028 von dem Heiligen Johannes Gualberto erbaute Abtei. Der Heilige gründete die Congregazione Benedettina di Vallombrosa (Kongregation der Vallombrosianischen Benediktiner), die 1055 von Papst Viktor II. anerkannt wurde. Der jetzige Gebäudekomplex wurde zwischen 1450 und 1470 errichtet; 1529 wurde er durch die Armee von Karl V. schwer beschädigt und erhielt bei seiner Restaurierung im 17. Jahrhundert das Aussehen eines Schlosses.
Viele Jahrtausende lang Zentrum der spirituellen Suche, wurde er im Laufe der Zeit dank der vielen Stiftungen wohlhabender Familien der Gegend zunehmend reicher. Zur Zeit Napoleons mussten die Mönche in Folge eines von der französischen Regierung verabschiedeten Beschlusses, nach dem alle religiösen Kongregationen zu unterdrücken sind, die Abtei verlassen (ihre Verwaltung wurde einem Bauern des Bauernhofs von Paternò anvertraut) und wurden gezwungen, sich weltlich zu kleiden. Das Kloster wurde 1815 wieder hergestellt und 1869, unter der Herrschaft von König Viktor Emanuel II. wurde es zum Sitz des Istituto Forestale Italiano, das mit dem seit Jahrhunderten von den Mönchen versehenen Schutz des Waldes beauftragt wurde. In der Tat ist der Heiligen Johannes Gualberto seit 1951 der Schutzpatron der Wälder und der Förster Italiens: jedes Jahr am 12. Juli wird in der Abtei die Votivlampe des Heiligen ausgestellt, in der das Öl enthalten ist, das während der Zeremonien des Kirchenjahres zu verwenden ist. Am Ende ging das Bauwerk, nunmehr bar seiner kulturellen und künstlerischen Reichtümer, in die Hand des Staates über, der es den Mönchen zurückgab; und so begannen 1949 die Benediktiner mit umfassenden Restaurierungsarbeiten.
Im Inneren des Klosters befindet sich eine bedeutende Bibliothek, in der das Gemälde “La donazione di Matilde di Canossa a San Bernardo degli Uberti” („Schenkung der Gräfin Matilde von Canossa an den Heiligen Bernhard degli Uberti“) aufbewahrt wird, das Arsenio Mascagni  1609 schuf. Das Kloster ist auch wegen hauseigenen Erzeugung von Honig, Schokolade, pflanzlichen Produkten für die Pflege von Gesicht und Körper, Likören und Schnäpsen, die aus vielen Kräutern hergestellt werden, bekannt. Renommiert ist der aus Wacholderbeeren erzeugte Gin Dry di Vallombrosa.
Im Sommer organisiert das Kloster für jede Art von Besuchern Orgelkonzerte und Gemäldeausstellungen. Von Juli bis September nimmt das Gästehaus von Vallombrosa Gruppen auf, die den Wunsch haben, durch das Kennenlernen von Exerzitien Momente intensiver Spiritualität zu erleben. Aber dieser Ort steht auch denjenigen offen, die nur eine andere Lebensform erkunden und erleben oder die italienischen Kunstschätze und Früchte der Erde entdecken möchten.

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