EIN ERBGUT VON HERVORRAGENDER QUALITÄT

In der bäuerlichen toskanischen Atmosphäre existieren hervorragende Elixiere, Abkömmlinge einer echten Wurzel, und zwar eine autochthone rote Weinrebensorte, die als „König der Toskana“ angesehen wird.

Toskana ist Synonym für hochwertige Weine. Sie gehören zu den renommiertesten und bekanntesten auf internationaler Ebene und sind Frucht eines Landes, in dem die antiken Traditionen weiterleben. Welche sind die Ursprünge dieses unglaublichen Erfolges? Ein Erbgut von hervorragender Qualität, von Generation zu Generation überliefert: der Sangiovese.
Es ist eine Rebsorte von roter Farbe, die in ganz Italien verbreitet ist und eine der bekanntesten autochthonen Weinrebensorten Italiens ist. Sie wird auf über 70 Tausend Hektar Land zwischen Süd- und Norditalien angebaut und trägt dazu bei, die Qualität und den besonderen Charakter zahlreicher Weine zu bestimmen.
Der „Sangiovese“ ist aber vor allem „König der Toskana“, Vater der roten Elixiere, denn die aus dieser Traube entstehenden Weine gelten als die Top-Weine `Made in Italy´: vom Chianti, bei dem auch ein Verschnitt zugelassen ist, zum Brunello di Montalcino, das Produnkt der Sorte Siangiovese „rosso“, und nicht zu vergessen der Vino Nobile di Montepulciano, der aus der Traubensorte Sangiovese „prugnolo gentile” („zarte Schlehe“) gewonnen wird. Das Geheimnis liegt darin, in der Lage zu sein, die Besonderheit des Bodens perfekt zu analysieren, und in Folge die Aromen je nach Bodenbeschaffenheit zu bestimmen. In günstigen Jahren entstehen höchst elegante Weine mit säuerlicher Struktur, reicher Frucht, vollmundig und am Gaumen samten und in der Lage, durch lange Lagerung noch harmonischer zu werden.
Der Sangiovese ist ein vielseitiger Vip, immer konstant und ertragsreich, aber gleichzeitig auch eine schwierige Rebsorte. Denn abgesehen von der frühzeitigen Blüte entwickelt er sich sehr langsam; die violettschwarzen süß-säuerlichen Trauben sind unter den verschiedenen Traubensorten diejenigen, die am langsamsten ihre volle Reife erreichen.

Wissenswertes

Nach einer Studie von Josè Vouillamoz, Forscher des „Istituto Agrario San Michele all’Adige“ und der Universität Neuchatel in der Schweiz (Fachuniversität für die Analyse der europäischen Weirebensorten) habe der Sangiovese seinen Ursprung in Kalabrien.
Also nicht mehr Sohn der Toskana, oder besser nicht nur: außer der toskanischen Abstammung dank der Rebsorte Ciliegiolo, befinde sich in der DNA dieser Traube auch das Erbgut einer in Kalabrien heimischen Rebsorte, namens Montenuovo, die in früheren Zeiten auch in einigen Teilen Kampaniens und der Provinz Salernos angebaut wurde.