EIN VULKAN VON GEFÜHLSREGUNGEN

Für alle diejenigen, die das Abenteuer aber auch Spaziergänge durch ungewöhnliche und stimmungsvolle Orte lieben, dort wo die Natur noch unberührt ist, ist das Inferno-Tal (Höllen-Tal) ein idealer Ort.

Nur wenige kennen das Tal des Vulkanareals Somma Vesuvio, auf dessen Pfaden man eine gute Sicht auf den Vesuv und den Somma-Berg genießen kann; ein Anblick, der die Besucher fasziniert, gefangen nimmt und Emotionen weckt. Das Tal ist umgeben von einer ländlichen Struktur, einerseits die mediterrane „Macchia“ mit ihren landwirtschaftlichen Gebieten, dem Küstenstreifen, den Ausgrabungen von Ercolano und Pompei, den Villen des Vesuvs, den Korallenmanufakturen und andererseits die einzigartigen Farben des kristallklaren Meeres.
Geographisch gesehen ist das Inferno-Tal ein über 100 Meter hoher Abhang, der dem Besucher vielerlei Naturerscheinungen bietet, wie Wasserfälle, Grotten, die aufs paläolithische Zeitalter zurückgehen, Reste einer prähistorischen Siedlung, und weiter oben die Akropolis-Tempel.
Die vorgeschlagene Route ist kreisförmig (der Ausgangspunkt ist auch das Ziel). Während der Wanderung kann man alle Bereiche erkunden und bewundern, man kann bis ins Innere der „Caldera“, des Kessels gelangen, dort, wo sich der Vesuv ursprünglich gebildet hat. Das Tal mit seinen natürlichen Hängen, die auf den Golf von Castellamare und auf die Insel Capri blicken, ist teilweise von der Lava- Zunge bedeckt, die sich 1944 während des Ausbruchs über das Land legte. Das Gebiet ist auch reich an verschiedenen Pflanzenarten, wie die „Betulla Bianca“, die weiße Birke, der „Lichene grigio“, die graue Flechte, die auf der erstarrten Lavadecke wächst. Aber die Natur verwöhnt nicht nur das Auge mit seinen zahlreichen Naturerscheinungen, sondern auch den Geruchsinn dank des unverwechselbaren Duftes der dort heimischen Pflanzen wie Myrthe und Ginster.
Im Inneren des ursprünglichen Kessels sollte man auf einige Punkte achten, die man nicht verpassen sollte. Vom Pinienwald kommend, setzt man die Wanderung durch historische, von den alten Römern hinterlassene Orte fort, bis zu einem von der neapolitanischen Erle beherrschten Abschnitt und einer weiten Lichtung voll von Ablagerungen der Vulkantätigkeit. Am Ende kommt man an einen Punkt mit dichter Ginsterbewachsung, von dem man einen herrlichen Ausblick auf den Vesuv mit seinen Kratern und seiner Quellkuppe hat. Wenn man auf den Abhängen des Vesuvs weitergeht, kommt man zu den „Cognomi di Levante”, auf denen sich die schönste “Seillava”-Bildung des Vulkans befindet.
Zugegeben, die Wanderung durch das Inferno-Tal ist ein bisschen anstrengend, aber man sollte nicht auf die Erlebnisse verzichten, die dieses Tal bietet.

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