EINE REISE IN DAS PARADIES DER NATUR

Mit der Natur und den Tieren zusammen zu leben - das ist durchaus möglich, man braucht sich nur eine Auszeit im ältesten Naturschutzgebiet Italiens, dem Gran Paradiso, zu gönnen.

Zwischen dem Aostatal und dem Piemont erstreckt sich eines der ältesten Naturschutzgebiete des Landes: der Parco Gran Paradiso. Diese immense grüne Lunge kann sich eines Rekords rühmen: es handelt sich um den ältesten Nationalpark Italiens: er wurde bereits 1922 errichtet. Das Territorium bietet einen Blick auf die herrliche Landschaft, die sich über mehr als 70.000 Hektar erstreckt. Das Tal wird beherrscht durch den 4.061 Meter hohen Gipfel des Gran Paradiso, des Berges, dessen Namen der Park trägt und der Teil einer spektakulären hohen Berggruppe ist, die sich von den 800 Metern der Parksohle abhebt. 
Das Hochgebirge und seine Schönheiten stellen ein einzigartiges “Paket” dar: kristallklare Luft und eine nahezu urzeitliche Landschaft, in der Mensch und Natur in gegenseitigem Respekt zusammen leben. Vom höchsten Punkt am Ende des Tals aus präsentiert sich ein „gestuftes“ Szenarium: von den höchsten Gipfeln, Gletschern und Felsen, von denen man eine Schwindel erregende Aussicht genießen kann, über die unterhalb gelegenen ausgedehnten Wiesen bis zu den noch weiter bergabwärts ausgedehnten grünen, von vielen Tierarten bewohnten Wälder. Neben dem Capra ibex, besser bekannt als Steinbock, den man häufig auf den Wiesen grasen sieht, kann man auch das Murmeltier mit seinem unverwechselbaren Pfiff und den Kreuzschnabel sehen; auch die Flora bietet unschätzbare Juwelen wie Edelweiß und Berglilie.   
Ein Ort mit tausend Facetten, ideal auch für Liebhaber der Geologie und Mineralogie, die in diesem Park die Möglichkeit haben, die Spuren der Jahrhunderte zu beobachten, die in ihrem Verlauf der Berggruppe Gran Paradiso ihre spezielle Form gegeben haben: es handelt sich um uralte Felsen, von denen einige von Eisenerz durchzogen sind (vor allem im Cogne-Tal) und zu denen auch metamorphe Felsen wie Granit- und Diorith-Felsen gehören, von der erodierenden Kraft der Gletscher und Wildbäche geformt, die dieses Tal geschaffen haben.
Der wunderbare Rahmen des Parks bietet auch Möglichkeiten zum Kennenlernen des kulturellen Erbes, der Geschichte jener Menschen, die seit vielen Jahren in diesen Bergen gelebt haben und noch immer leben, echte Schäferkulturen, die ein fester Bestandteil dieser Gegend geworden sind.