EINE UNENTDECKTE UND EINZIGARTIGE NATUR

Inmitten des Naturparks Sirente Velino gibt es Natur pur. In einer Gegend, in der Geschichte und Kultur erhalten geblieben sind, kann man sich dort auf eine echte Entdeckungsreise begeben.

Dieser Regionalpark wurde 1989 errichtet und umfasst 60.000 Hektar in der Provinz Abruzzen; im Westen reicht er bis zur Provinz Lazio. In seinem Inneren liegt der Berg Velino, der mit seinen 2.468 m der dritthöchste Berg des Apennin ist.
Im Park, hat man die Möglichkeit, die Karstbildung zu studieren, im besonderen in der Grotte von Stiffe, die es immer noch zu erforschen gilt in der ganzen Länge ihres von der Hochebene Rocche herkommenden Wasserlaufs. Das Wasser fließt auf einer Höhe von 1.350 m ein und der Karstbrunnen sieht aus wie ein kreisrunder See mit wenigen Dutzend Metern im Durchmesser. Das Wasser fließt ca. 600 m unterirdisch ab und mündet am Eingang zur Grotte. Im Höhleninneren gibt es einen gesicherten Steig, auf welchem man in die verschiedenen Kavernen der Grotte gelangt. Faszinierend ist in der „Sala della Cascata“ (Wasserfallkaverne) ein 20 m hoher Wasserfall, der in seiner Mächtigkeit und Fluoreszenz wundervoll anzusehen ist, denn je nach Wassermenge hat er eine andere Farbe.
Der Park verfügt natürlich über eine reiche Vegetation: Unter den Bäumen sind Buchen, Mannabäume, Ahorn, Zwergwacholder und der Arpino Nero zu nennen. Auf den Wiesen findet man verschiedene Enzianarten, während im Frühjahr schöne und duftende Narzissen das Terrain des Parks beherrschen. Während ihrer Blütezeit wird in Rocca di Mezzo ein stimmungsvolles Fest gefeiert. Wiesen und Waldstücke beherbergen viele Tierarten unter anderem Wölfe, Füchse, Wiesel, Stinktiere und Dachse, während die Vogelwelt neben 4 Pärchen von Königsadlern auch Wanderfalken, Spechte, Eulen und Meisen umfasst.
Der Park Sirente Velino ist aber nicht nur eine grüne Oase inmitten der Natur. Der Besucher kann in dieser ländlichen Gegend auch die mittelalterlichen Ortschaften besuchen; so das Schloss und die Ortschaft Ocre aus dem Mittelalter, die 933 m hoch liegt, aber nach wechselvoller Geschichte im 16. Jahrhundert verfällt. Außerdem ist zu empfehlen, sich die Zeit zu nehmen, um die typischen Produkte und Speisen dieser fruchtbaren und duftenden Erde zu probieren; unter den Süßspeisen der Abruzzen ist die „Ferratele“ (eine Art Waffel) bekannt, aus Eiern, Zucker, Mehl, Öl wird sie auf einem Eisen im offenen Kamin oder auf dem Ofen zubereitet. Andere traditionelle Süßspeisen sind die „Mostaccioli“ aus Honig und Mandeln zubereitet und meist mit einem Schokoladenguss. Exklusiv in der Ortschaft Guardiagrele findet man die „Sise delle Monache“, ein mit Creme gefüllter Sandkuchen in der charakteristischen Drei- Kuppeln Form.