FOGGIA, ZENTRUM DES APULISCHEN TAFELLANDES

Foggia war und ist durch seine zentrale Lage in der apulischen Ebene ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt.

Die Geschichte

Offiziellen historischen Rekonstruktionen zu Folge wurde das antike Secondo “Fovea” (Bezeichnung für die Zisterne, in der man den in der Ebene erzeugten Weizen aufbewahrte) von den Einwohnern des antiken Arpi, eines blühenden Zentrums präromanischer Zeit gegründet und erlebte im 13. Jahrhundert unter Friedrich II. seine Blütezeit. Die Stadt wurde schnell zu einer der wichtigsten Städte des Herrschaftsbereichs des schwäbischen Königs, dem nach seinem Tod der Sohn Manfredi nachfolgte. Die Schwaben wurden vom Haus Anjou abgelöst, während sich die Stadt kontinuierlich weiterentwickelte und dann mit den Aragonern zu einem der am besten florierenden Märkte Süditaliens avancierte. Zur späteren Herrschaft der Spanier, die von den Foggianern nie angenommen wurden, kam 1731 ein schweres Erdbeben hinzu, das fast die ganze Stadt zerstörte. Der Wiederaufbau ging nur allmählich vonstatten und wurde während der Bourbonischen Restauration unter Ferdinand III. abgeschlossen. 1799 beteiligte sich Foggia unter Vertretung ihrer Ideale von Freiheit und Unabhängigkeit an der antibourbonischen Bewegung der Parthenopäischen Republik. Mit dem Tod Napoleons endete die Bourbonische Restauration und die Stadt begann nach einer schweren Cholera-Epidemie im Jahre 1837 mit dem allmählichen Aufbau ihrer Unabhängigkeit. Nachdem sie nach furchtbaren angloamerikanischen Bombenangriffen im Juli 1943 vollständig wiederaufgebaut werden musste, wächst und expandiert Foggia nun schrittweise aufgrund seiner Landwirtschaft.  

Die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten

Das im Zentrum des Apulischen Tafellandes gelegene Foggia stellt heute einen wichtigen strategischen Punkt des Straßen- und insbesondere des Eisenbahnnetzes dar. Von Foggia aus kann man die wichtigsten Städte Nord-, Mittel- und Süditaliens erreichen. Zu seinen wichtigsten Sehenswürdigkeiten gehören: die Kathedrale, ein aus dem 12. Jahrhundert stammendes Gebäude, das im Laufe der Jahrhunderte viele Male umstrukturiert wurde und dessen Inneres aus dem 18. Jahrhundert stammt; der Palazzo Arpi, ein auf den Resten des von Friedrich II. im 13. Jahrhundert erbauten Herrscherpalast errichtetes Bauwerk, in dem heute das Museum und die Pinakothek der Stadt untergebracht sind; der Corso Vittorio Emanuele, die Straße, an der das Teatro Giordano liegt und die in die Piazza Giordano mündet, wo wiederum die Kirche Gesù e Maria steht; schließlich die Piazza Cavour mit einem Springbrunnen in der Mitte – hier befindet sich der Eingang zum Rathauspark. An diesem Platz beginnt der Viale XXIV Maggio, der reich an Gebäuden aus dem 19. Jahrhundert ist.

Die Umgebung

Über das Territorium verstreut findet man die charakteristischen Trulli, jene Rundbauten, die wegen ihrer Schönheit und Einzigartigkeit auf der ganzen Welt bekannt sind und die wunderbare Beispiele der italienischen Volksarchitektur darstellen. Zu den wichtigsten Urlaubsgebieten gehören die  Tremitischen Inseln zwischen der Küste des Gargano und der Küste von Molise: es handelt sich um fünf wunderschöne Inseln, die ein herrliches Schauspiel aus Grotten, Klippen, großen und kleinen Buchten darbieten, all das in eine grüne mediterrane Vegetation gebettet, die seit 1989 durch Einrichtung eines Meeresschutzgebietes, des “Parco Marino” geschützt ist; Vieste mit seinem historischen Stadtkern und dem schwäbischen Schloss; Peschici, das sich auf einer steil aus dem Meer aufragenden Anhöhe befindet, mit den Mauerresten, die den antiken Teil einschließen. Eine weitere interessante Ortschaft ist San Giovanni Rotondo, das berühmt für die auf Wunsch von Papst Pio erbaute Wallfahrtskirche ist, Ziel eines nicht abbrechenden Pilgerflusses.

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