FORLÌ , STADT DER KUNST

Forlì wurde in der Vergangenheit mit einer Reihe von symbolischen Attributen und Bauten angereichert, die als derartige baulichen “Sanierungen” ausfielen, dass das Aussehen einiger Viertel dadurch radikal veränderte wurde.

Die Geschichte

Der Ursprung der Stadt geht auf die römische Epoche zurück; als die Via Emilia gebaut wurde und den Bewohnern der neuen Kolonie Land zugeteilt wurde. Die kleine Stadt blieb jahrhundertlang ein ruhiger Marktflecken. Dann erlebte Forlì die Einfälle der Visigoten, die Herrschaft der Langobarden und die Annexierung an den Kirchenstaat; letzterer beeinflusste daraufhin die gesamte Geschichte der Stadt. Stadtrepublik im XI. Jahrhundert, war Forlì auf der Seite des Kaisers und der Gibellinen, und kämpfte gegen das nahe Faenza und Bologna. Die Bindung an den Kirchenstaat war verschiedenen Wechselfällen ausgesetzt und wurde von anderen Mächten streitig gemacht, blieb aber eine Charakteristik bis 1815, als die Stadt wieder unter die Kirchenherrschaft kam und eine bedeutsame Restaurierung unternommen wurde, mit der Wiedereinführung der religiösen Orden, der Wiedereröffnung der Kloster und dem Wiederaufbau der Gründung des Doms. All dies während das österreichische Heer die Ordnung streng militärisch in der Stadt erhielt. 1889 ging die Verwaltung der Stadt in die Hände der Republik über, und so blieb es bis zum Faschismus.

Die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten

Das Stadtbild von Forlì charakterisieren die Burg, die romanische Kirche San Mercuriale und Piazza Saffi, so genannt zu Ehren und Erinnerung an Aurelio Saffi, Dichter, Schriftsteller und Politiker im 19. Jahrhundert. Die Burg geht auf das Jahr 1472 zurück und ist gut erhalten: sie besteht aus einem quadratischen zentralen Hauptturm, mit Öffnungen für die Zugbrücken und vier runden Ecktürmen. Später, gegen 1481, ließ der neue Herr der Stadt, Girolamo Riario, die Zitadelle errichten. Beide Bauten weisen runde Ecktürme auf, aber da sich jetzt das Gefängnis in der Zitadelle befindet, hat sie ihr historisches und architektonisches Interesse eingebüßt. San Mercuriale, in romanischem Stil, ist die bedeutendste Sehenswürdigkeit in Forlì, zusammen mit dem Glockenturm und den Kunstwerken im Innern der Kirche.

Die Umgebung

In der Provinz Forlì gibt es verschiedene Touren zur Entdeckung von vielen schönen Städten, die den Zauber der Provinz der Romagna ausmachen. Predappio ist hauptsächlich als Geburtsort von Benito Mussolini bekannt, der im nahegelegenen Friedhof von San Cassiano begraben ist. In Forlimpopoli ist die Burg berühmt; heute ist sie Sitz des städtischen Theaters. Die Burg wurde nach der Zerstörung des Orts erbaut und heute befindet sich hier auch das Gemeindeamt. Einen Besuch wert ist auch die Kirche von San Ruffillo, die wiederaufgebaut wurde. Terra del Sole entstand auf Wunsch von Grossherzog Cosimo de Medici, der eine Festung für diesen extremen Zipfel der Romagna Toscana wünschte. Und es ist tatsächlich eine Festung, mit zwei Burgen am Eingangstor. Castrocaro ist der bekannteste Thermalkurort der ganzen Region; das Heilwasser ist reich an Brom und Jod und in Castrocaro bietet sich die Möglichkeit, einen angenehmen Wellness-Urlaub zu verbringen. Ausserdem befinden sich hier viele zum Zwecke der Verteidigung errichtete Burgen, die einen Besuch wert sind, um die hinter ihren mächtigen Mauern versteckten Geheimnisse zu entdecken.