GENUA, ANTIKE ORTSCHAFT DES MITTELMEERS

Die Stadt mit ihren Schönheiten wurde im Jahr 2004 zur europäischen Kulturhauptstadt ernannt. Der ligurische Hauptort zeichnet sich durch eine ereignisreiche Geschichte und ein weltweit bekanntes einzigartiges Gebiet aus.

Die Geschichte

Es kann nachgewiesen werden, dass die Ligurier bereits zwischen dem VI. und dem III. Jahrhundert v.Chr. auf dem genuesischen Gebiet präsent waren. Es handelt sich um eine sehr antike Gesellschaft, die unter die Herrschaft der Römer geriet, obwohl die natürliche Beschaffenheit des Gebietes und die beharrliche Präsenz des Südwestwindes die Entwicklung der Ansiedlung nicht gerade leicht gemacht haben. Im Mittelalter erfährt die Stadt eine deutliche Wachstumsphase, die von mehreren barbarischen Invasionen unterbrochen wird. Davon erholt sie sich aber recht schnell und ihre Selbständigkeit wird während der gesamten langobardisch- fränkischen Periode respektiert. Erst später schafft der Hauptort die Grundlagen, um sich in einen der wichtigsten Handelshäfen des gesamten Mittelmeerraumes zu verwandeln. Die blühende wirtschaftliche Lage der Stadt bestätigt sich unter der Herrschaft der Familie der Doria, als sich in Genua eine auf Wechsel und Darlehen basierende kapitalistische Finanzpolitik entwickelt. Auf diesen Zeitraum geht die Bezeichnung “das Jahrhundert der Genueser” zurück. Anfang 1800 macht Napoleon die Geschichte der Stadt: zuerst gründet er die Demokratische Ligurische Republik nach französischem Modell und dann, nachdem er sich zum König Italiens und zum Kaiser Frankreichs erklärt hatte, schließt er diese seinem Reich an. Erst zu einem späteren Zeitpunkt wird die Geschichte der Stadt mit der Italiens verbunden sein, als die faschistische Regierung 1926 die so genannte “Grande Genova” schuf.

Die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten

Das Symbol der Stadt ist zweifellos die Lanterna, ein immer noch verwendeter antiker Leuchtturm,  der auf einem Felsen positioniert ist. Er steht direkt an der Küste in der Nähe des Hafens und kann von jeder Stelle der Stadt aus gesehen werden. Man kann den Leuchtturm besichtigen und von der Terrasse aus ein herrliches Panorama genießen. Dem antiken Hafen entlang befindet sich das Aquarium, das größte Europas und eines der Kulturorte Italiens mit der höchsten Besucherzahl. Hier leben in zahlreichen Becken Fische und Amphibien jeder Rasse in ihrem natürlichen Habitat, das von Biologen und Forschern perfekt nachgebildet wurde. Genua ist auch eine Handelsstadt mit wichtigen Strukturen für Geschäftsversammlungen, wie z.B. der moderne Kongresspalast in Hafennähe, und Hotels und Gasthöfe für Geschäftsleute. In der Altstadt befindet sich der Palazzo Ducale (Herzogspalast), eines der wichtigsten antiken Gebäude der Stadt, und das Haus des Christophorus Kolumbus, in dem man Spuren des Lebens des großen Seefahrers finden kann.

Die Umgebung

Die Provinz Genua zeichnet sich durch zahlreiche berühmte Ortschaften aus, zu den wichtigsten zählen Portofino und Camogli. Die erste ähnelt einem Fischerdorf  mit bunten, engen Häusern und zahlreichen kleinen Straßen, die zum renommierten weltberühmten kleinen Platz führen. In Wirklichkeit verschmelzen hier Natur und die mondäne Gesellschaft miteinander: Portofino ist sowohl ein Zufluchtsort der Vips als auch ein Park und ein geschütztes Naturgebiet mit Wanderwegen, der mediterranen Macchia und großen Wassertiefen. Es werden zahlreiche Möglichkeiten geboten: ein Rundgang im kleinen Hafen auf der Suche nach den Booten der Filmstars, ein Spaziergang bis zum Leuchtturm oder eine Tour zu den Villen, wo in den Fünfzigern die großen Protagonisten der mondänen Gesellschaft wohnten. Portofino ist auf jeden Fall ein magischer, zauberhafter Ort, dessen Besuch unterschiedliche, stets faszinierende Aspekte enthüllt. Camogli ist die Stadt der tausend weißen Segelschiffe, die man auf der See oder im antiken Hafen bewundern kann; die Ortsteile Ruta, San Rocco, San Fruttuoso di Capodimonte, Punta Chiappa und San Nicolò sind alle sehr berühmt und renommiert.