ISERNIA, WICHTIGES ZENTRUM SEIT DEM ALTERTUM

Die Stadt von Molise enthält Beweise einer gloriosen Vergangenheit. Im Jahr 1979 wurde das sogenannte wichtigste paläoanthropologische Fundstück Europas in der Nähe von der Siedlung Isernia entdeckt.

Die Geschichte

Der ursprüngliche Name der Stadt ist „Aesernia“, Stadt der Bevölkerung Sanniti Pentri, dazu erinnert der Name an etwas Heiliges, da das Wort die Vokabel „Aiser“, d.h. Gott, enthält. Die Geschichte geht zu einer Zeit zurück, als sich eine Gemeinde von ersten Europäern in diesen Tälern ansiedelte. Seitdem die Stadt eine römische Kolonie wurde, gewann sie eine wichtigere Rolle in Bezug auf die Beziehung zur Hauptstadt; Isernia wurde später von Sarazenen und Barbaren überfallen, und durch zahlreiche Erdbeben zerstört; daher erlebte die Stadt einen langsamen Verfall. Viele Herrschaften folgten bis zum 19. Jahrhundert aufeinander (die Dynastien der Anjou, Aragonier, Bourbonen), während das Erdbeben des Jahres 1805 und die Bombardierungen des ersten Weltkrieges beschädigten schwer die Stadt, die am 3. März 1970 Provinzhauptstadt erklärt wurde.
  
Die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten

Im Herzen der Provinzhauptstadt liegt Piazza Celestino V, der als Hintergrund des schönen Fraterna Brunnens aus dem 14. Jh. dient. Nennenswert ist der Dom, der das typische Aussehen der klassischen Kunst darstellt und 1837 wiederaufgebaut wurde; ein großer Glockenturm ragt über einem Eingang mit Spitzbögen. Daneben, auf der Corso Marcellei, befindet sich die Kirche von San Francesco, die 1756 wiederaufgebaut wurde und ein römisches Portal zeigt. Auf dem Platz Santa Maria sind die Reste der römischen Kirche Santa Maria Assunta, die Santa Maria delle Monache genannt wurde, weil sie zu einem Benediktinerkloster gehörte. Die alte Kirche wurde durch die Bombardierungen des Jahres 1943 vernichtet. Einige Räume des ehemaligen Klosters beherbergen heute das Archäologische Museums, das Skulpturen und Epigraphe aus der Zeit der Republik und der Römer und einige architektonische Fragmente ausstellt.

Die Umgebung

In der Nähe von Isernia befindet sich ein Gebiet mit vielfältigen Bergen und Tälern, das weit entfernt vom Meer ist und La Pentria genannt wird. Der Name erinnert an eine der vier samnitischen Stämme, den Stamm Pentri, der hier lebte. Nicht weit weg von der Stadt ist das Naturschutzgebiet von Pesche, das einen Pinienwald von 552 Hektar schützt. Pescolanciano ist ein kleines Dorf mit einem mittelalterlichen Viertel, das von einem Mauerwerk umgeben ist und wo das mittelalterliche Schloss errichtet wurde. Hier in der Nähe, im Ort Foce, ist der Wasserfall Trigno zu sehen, der 60 m. hoch ist. Auch Monteroduni zählt unter den architektonischen Schönheiten ein mittelalterliches Schloss, das aber in einen Herrensitz während der Barockzeit verwandelt wurde. Schließlich liegt Sant’Angelo in Grotte auch nicht weit entfernt von Isernia und es zeigt die Wahlfahrtskirche „Addolorata“ aus dem 19. Jh.  und die Kirche von San Pietro in Vincoli, die von Fresken aus den 14.-15. Jahrhunderten bedeckt ist.