Lago Baratz

Der einzige Natursee Sardiniens, ein kleines Gewässer zwischen Sassari und Alghero, ist eineinhalb Kilometer vom Meer entfernt und bezaubert durch seine wundervolle Lage und landschaftliche Schönheit.

In der Nähe von Porto Ferro und den herrlichen Küstenorten Sardiniens, nördlich des Gebietes der Gemeinde von Alghero und am Fuße des Bergreliefs Monte de S’Abe gelegen, ist der Lago Baratz das ideale Ziel für einen Tagesausflug, auf dem Sie die typische Tier- und Pflanzenwelt des Mittelmeers bewundern und die herrliche Ruhe genießen können. Der See ist von Cala Viola aus leicht zu erreichen: Sie brauchen nur dem Weg zu folgen, der an der Küstenlinie entlangführt.
Sehr vielfältig ist die hier angesiedelte Tierwelt, die aus Vögeln, Schildkröten und Süßwasserfischen besteht und von denen wir insbesondere auf die Süßwasserschildkröte, die Stockente und das Blässhuhn hinweisen wollen. Die Ufer sind von einem üppigen Pinienhain mit reicher mediterraner Macchia umgeben, deren bekannteste Vertreter Erdbeerbaum, Rosmarin, Myrte, wilder Lavendel und zahlreiche Arten von Wildorchideen sind. Zwischen dem Lago Baratz und Porto Ferro liegt nämlich eines der bedeutendsten Dünensysteme Sardiniens, das fast vollständig von für diese seltenen Naturgebiete typischer Vegetation  bedeckt ist. Die Landschaft mit ihren inmitten des Sandes wachsenden Zwergpalmen, die sich mit Ginstersträuchern mischen, ist wirklich zauberhaft und verdient unbedingt einen Besuch.
Am Lago Baratz kann man auch Birdwatching betreiben: Von den Vögeln, die sich hier beobachten lassen, seien an dieser Stelle der Zwergtaucher, der Fischreiher und der Seidenreiher genannt. Sie können aber auch Mountainbike- oder Motocross-Touren und Wanderungen auf einer Reihe von ausgezeichnet ausgeschilderten Wegen unternehmen.
Dieser einzigartige Natursee Sardiniens – der recht klein ist, wenn man bedenkt, dass sein Umfang 12 Kilometer nicht überschreitet – entstand vor 100.000 Jahren, als der Meeresspiegel höher lag und die Bucht des Capo Ferro bis zum Gebiet des Baratz-Sees von Wasser bedeckt war. Obwohl er mittlerweile ein geschlossener Süßwassersee ist, ist doch sein im Meer begründeter Ursprung durch Funde fossiler Meerestiere in den Dünen belegt, die ihn vom Meer trennen.
Das Baratz-Becken war auf Grund der Entwicklung des benachbarten Bergbaugebiets von Argentiera bereits im 19. Jahrhundert besiedelt. Seit dem 19. Jahrhundert liegen Belege für diverse Ackerbau- und Viehzuchtaktivitäten vor, während die Gegend in der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg entsprechend für die Landwirtschaft erschlossen wurde.
Um den See ranken sich von jeher kuriose Legenden; einer dieser Legenden zufolge soll das heute von Wasser bedeckte Tal einst von einer Stadt (Barax) besiedelt gewesen sein, die in Wasser und Schlamm untergegangen ist.

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