L’AQUILA, STADT MIT ANTIKER PRACHT

Im Laufe seiner tausendjährigen Geschichte wurde diese Stadt nach Neapel in den Abruzzen zum wichtigsten Zentrum in Süditalien. In der umgebenden Provinz kann man Landschaftsbilder sehen, die von den schneebedeckten Gipfeln des Gran Sasso Nationalparks bis zu den folkloristischen und typischen Dörfern reichen.

Die Geschichte

Die offizielle Gründung der Stadt geht auf das Jahr 1254 zurück, während des Reichs von Konrad dem IV., der den Bewohnern der umliegenden Dörfer dabei half, einen eigenständigen Ort zu gründen. Aber auch schon vor dieser Zeit förderte das Vorhandensein einiger Wasserquellen das Entstehen eines Dorfes mit dem Namen “Acculae”. Nach ihrer Gründung wurde die Stadt von Manfredi zerstört und im Jahre 1266 wieder aufgebaut; dabei schlossen sich Amiterano, Forcone und das Dorf Acculae zusammen. Heute ist der Plan der Stadt der Anjou noch erhalten, aber es gibt auch Zeugnisse weiterer architektonischer Stile aus verschiedenen geschichtlichen Epochen. Der Bau der Stadtmauern war 1316 fertig und L’Aquila wurde zum wichtigsten Stadtzentrum in Unteritalien nach Neapel. Im Laufe der Zeit jedoch stellten Aufstände, Epidemien und Erdbeben die Stadt schwer auf die Probe. Nach dem zweiten Weltkrieg sorgte ein Bauboom sowohl innerhalb als auch ausserhalb der Stadtmauern dafür, dass sich L’Aquila zur Geschichts- und Kunststadt, wie wir sie heute kennen, entwickelte.

Die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten

Die wichtigsten Monumente von L’Aquila, die im Laufe der Geschichte der Stadt errichtet wurden,  sind wohl einen Besuch wert. Es sollte die im Jahr 1454 errichtete Basilika von San Bernardino erwähnt werden, die wichtigste der Stadt; die Basilika von Santa Maria di Collemaggio, ausserhalb der Mauern erbaut, wo Papst Celestino V. eine Kirche zu Ehren der Mutter Gottes errichten ließ; die Villa Comunale mit dem Gefallenendenkmal; Piazza San Giusto, Palazzo Centi im Barockstil und heute Sitz der Landesregierung dieser Region. Auch der Domplatz sollte nicht vergessen werden. Sozusagen das Herz der Stadt, wo sich zwei Brunnen von Nicola D’Antino sowie die Santa Maria del Suffragio Kirche befinden, die nach dem schrecklichen Erdbeben, welches die Stadt im Jahr 1703 traf, errichtet wurde.

Die Umgebung

Die Provinz hat viele faszinierende Aspekte: Paganica, mit der San Giustino Kirche aus dem IX. Jahrhundert; die Thermen von Raiano, römischen Ursprungs, der ideale Ort für erholungssuchende Urlauber; Castel di Sangro, am gleichnamigen Fluss und an den Überresten der antiken Stadt Fidene, Hauptstadt der Sarazenen, gelegen; Campogiove, ein renommierter Ferienort sowohl im Sommer als auch im Winter. Roccaraso dagegen ist ein bekannter Wintersportort, mit zahlreichen Pisten und Anlagen. Sulmona, weltberühmt was die Juwelierkunst betrifft; Campotosto dagegen ist ein Touristenort am Gran Sasso und liegt in der Nähe des größten Sees der gesamten Region (Campotosto-See); im Winter ist der Ort sehr beliebt. Und nicht zuletzt Villavallelonga, nicht weit vom Nationalpark der Abruzzen, ist für Naturliebhaber zu jeder Saison einen Besuch wert. Der Ort lebt hauptsächlich von Tierzucht und ist von weiten Wäldern und Wiesen umgeben.