MACERATA, DIE TREUE VERBÜNDETE VON ROM UND DEN PÄPSTEN

Die Stadt der Marken war lange Zeit mit dem Kirchenstaat und der Hauptstadt verbunden. Das Gebiet von Macerata zeichnet sich durch geschichtsträchtige Orte und Bade- und Thermalzentren aus.

Die Geschichte

Der Name Macerata stammt aus dem antiken Ausdruck “maceriae”: damit bezeichnete man antikes Baumaterial, das man für die Errichtung der neuen Stadt aus der alten  “Helvia Ricina” entnommen hatte. Gegen Ende des IV. Jahrhunderts v.Chr. wurde das gesamte Gebiet in den römischen Staat aufgenommen; im I. Jahrhundert v.Chr. werden die ersten Munizipien geschaffen und in der zweiten Hälfte des I. Jahrhunderts n.Chr. beginnt die wirtschaftliche und politische Krise, die ab dem V. Jahrhundert n.Chr. unter der Herrschaft der Langobarden, Goten und Franken in einen unaufhaltsamen Verfall übergeht. Ab Mitte des XV. Jahrhunderts fügt sich das politische und bürgerliche Leben der Städte der Provinz Macerata definitiv der Regierung des Kirchenstaats. Die Provinz war damals stark von der Kultur, Gesellschaft und Wirtschaft Roms beeinflusst. Die Gründung der Provinz Macerata mit den heutigen Grenzen geht auf das Jahr 1860 zurück.

Die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten

Das antike Zentrum entstand im Laufe des XVI.- XIX. Jahrhunderts und stütze sich auf die kostbaren Bodenschätze und auf das Kulturgut, das es der Bindung zu Rom zu verdanken hatte. Das Herz der Stadt ist Piazza della Libertà, wo sich der Palazzo del Comune, die elegante Loggia dei Mercanti, der Palazzo della Prefettura, die barocke Kirche San Paolo und in unmittelbarer Nähe die Universität, eine der ältesten der Halbinsel, befinden. Den südlichen Teil des Platzes flankieren das Gemeindetheater Rossi aus dem achtzehnten Jahrhundert, die Torre Maggiore und die Torre dell’Orologio. Im benachbarten Corso Matteotti befinden sich die Gebäude aus dem sechzehnten Jahrhundert Palazzo Mozzi und Palazzo Rotelli Lazzaroni. In Palazzo Ricci befindet sich das Kunstmuseum mit den Werken der größten zeitgenössischen Künstler. Besonders sehenswert sind die städtische Pinakothek und das städtische Museum mit archäologischen Fundstücken der picenischen und römischen Kultur in Piazza Vittorio Veneto. In der Altstadt befindet sich der Sferisterio, ein Ballspielplatz: es handelt sich die schönste klassizistische Konstruktion Mittelitaliens, die vom Architekten Ireneo Oleandri entworfen wurde und eine halbellipsenförmige Struktur aufweist. In seiner 167 Jahre alten Geschichte wurde er für Reitturniere, Karusselle, Zirkusse, Lottospiele und seit einigen Jahren auch für  Operaufführungen verwendet.

Die Umgebung

Im Gebiet der Provinz Macerata gibt es verschiedene Orte, die reich an Geschichte und Kultur sind: Montecassiano, eine von imposanten Mauern umgebene Ortschaft, und Morrovalle mit dem Museo del Presepe, Corridonia und Urbisaglia. Die Provinz Macerata hat aber noch mehr zu bieten. Erwähnenswert sind auch Touristenorte wie Porto Recanati, Geburtsstadt von des Dichters und Literaten  Giacomo Leopardi, und die Thermalzentren Sarnano und Tolentino mit verschiedenen Wasserarten, wo die Touristen, die sich nach Erholung sehnen und ihren Körper pflegen möchten, ihren Urlaub verbringen können. Porto Recanati ist ein wichtiges Fischereizentrum, aber auch ein interessanter Touristenort mit gut organisierten Stränden. Die Stadt wurde von Friedrich II., der einen Hafen in der Nähe des römischen Gebietes haben wollte, gegründet; hier befindet sich ein Schloss, dass zum Schutz vor Piratenangriffen gebaut worden war.