MIT GÄMSE UND STEINBOCK

Die wunderbaren Schätze der Natur entdecken, im Parco Nazionale Gran Paradiso, einer Welt, die man sich gemeinsam mit dem Steinbock, dem Tier des Parks, erschließen kann.

Man braucht nur dem Capra ibex, dem Steinbock, zu folgen, wenn man die Seele des Gran Paradiso kennen lernen möchte. Seinen Sprüngen folgend, entdeckt man die Täler Valle Orco, Val Soana, Val di Cogne, Valsavarenche und Val di Rhêmes, wo Wasserflächen, schneebedeckte Gipfel, Bauernhäuser, kleine Ortschaften, endlose grüne Wiesen und einladende Almen die würdigen Vertreter der Natur sind.
Voller Begeisterung lassen sich hier unerfahrene Augen von unglaublichen Aussichten gefangen nehmen, die man aus 2000 Meter Höhe auf das Valle di Campiglia genießt, wo die Bewohner des Cogne- und des Soana-Tals alljährlich am 10. August an einer alten Kultstätte, dem Santuario di San Besso, ein Fest feiern. Wer Gämsen und Steinböcke von Nahem bewundern möchte, findet auf dem Gran Piano di Nasca hierzu den idealen Ort. Der Piano del Nivolet ist dagegen berühmt für seinen Wasserreichtum, nicht zu vergessen das Jagdhaus von König Viktor Emanuel II., dem Begründer dieses ersten grünen Herzens Italiens, in Orvielle, den nahe gelegenen See Djouan und die Berghütte Vittorio Sella e Casolari dell’Herbetet, von wo man die Steinböcke in der Nähe des  Lago del Lauson sehen und einen herrlichen Blick auf die Gletscher an der Stirnseite des Tals genießen kann.
Wichtige Anlaufpunkte für den Touristen sind die Besucherzentren, die vor allem in den Sommermonaten geöffnet sind, mit Ausnahme des Zentrums von Nasca, das ganzjährig zur Verfügung steht. Hier können die Besucher alle Informationen, die sie zum Park und seinen Orten suchen, erhalten, in Prospekten und Veröffentlichungen stöbern, an organisierten Ausflügen teilnehmen oder sich Filmvorführungen anschauen, um die natürliche Umgebung noch besser kennen zu lernen und mit ihr in Symbiose zu treten. 
Aber die Bezauberung der Sinne beschränkt sich nicht auf die Augen, die Ohren und die Nase. Neben den atemberaubenden Ausblicken, den vielfältigen leisen Stimmen der Natur und den Düften unberührter Pflanzenwelt kommt hier auch der Gaumen nicht zu kurz. Den ältesten Park Italiens betreten heißt auch den Gaumen mit typischen lokalen Produkten verwöhnen: dem Boudin, einer typischen Wurstsorte des Aostatals, der Motzetta, getrocknetem Rind-, Pferde-, Gämsen-, Hirsch- oder Wildschweinfleisch oder der für die Gegenden des Biellese und Canavese typischen Salami mit Kartoffeln. Nicht zu vergessen der Käse, dessen berühmtester Vertreter der renommierte  Fontina DOP mit geschützter Herkunftsbezeichnung (Denominazione di Origine Protetta) ist, und die süßen Noten der torcetti (süßen herzförmigen Plätzchen), tegole (typischen Biskuitkeksen) oder mecoulin (einer Art Rosinenbrötchen).