NEAPEL, ”GROSSE STADT VOLLER LICHT UND HERZLICHKEIT”

So der Philosoph Giambattista Vico über die Provinzhauptstadt Kampaniens im 18. Jahrhundert. Die Provinz Neapel ist eine der schönsten und vielfältigsten dank der vielen verschiedenen Orte, die man besuchen kann.

Die Geschichte

Neapolis wurde von den Chalkidiken von Cuma gegründet, und die Stadt blieb auch nach der Eroberung von seiten der Römer in Kultur und Sitten griechisch. Nach der Kaiserzeit gehörte die Stadt als Handelshafen zu Byzanz. Im Jahr 1139 wurde sie an Sizilien angegliedert, aber ihr Schicksal bestimmte die Eroberung von seiten der Anjou im Jahr 1266: Neapel wurde zur politischen und kulturellen Hauptstadt Süditaliens, und bekam bedeutendes Prestige. Erst während der spanisch-französischen Kriege wurde es zum Vize-Königreich, das direkt von Spanien abhing. Während dieser langen Zeit erschwerten sich die Bedingungen in Neapel aufgrund verschiedener dramatischer Ereignisse: Ausbruch des Vesuvs, Volksaufstand, Pest und Erdbeben. Zu Beginn der “italienischen Epoche” war Neapels Zustand widersprüchlich: einerseits die Cholera-Epidemie, sowie soziale und wirtschaftliche Probleme, die im Begriff waren, sich zu erschweren; Bombenangriffe und nochmals ein Erdbeben. Aber andererseits gab es auch wiederholte Anzeichen von Vitalität und Wiederaufbau, damit die Stadt zu ihrer früheren Lebendigkeit zurückkehren konnte.

Die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten

In Neapel zeugt vieles von der glorreichen Vergangenheit. Piazzo del Municipio, mit dem Vittorio Emanuele III. gewidmeten Ritterdenkmal. Castel Nuovo, der berühmte Maschio Angioino, eines der Wahrzeichen Neapels, welches im Mittelalter zum Symbol der Macht der Anjou, der Aragonier und der Borbonen wurde; Palazzo Reale, zu Ehren des spanischen Königs errichtet; Piazza del Plebiscito mit den zwei Ritterstatuen, die die Mitte des Platzes schmücken, und Palazzo Carafa di Maddaloni, als bedeutendes Beispiel des Barockstils. Auch eine Reihe von kirchlichen Bauten sind einen Besuch wert, und zwar die San Brigida Kirche in der Galleria Umberto I.; die Spirito Santo Kirche, wo der Gottesdienst vom 15. bis zum 17. Jahrhundert sehr beliebt war; Santa Chiara, erbaut als Pantheon der Herrscher von Neapel; das S. Gregorio Armeno Kloster byzantinischer Herkunft; San Lorenzo Maggiore, bekannt wegen der bedeutenden Ereignisse, die sich dort abspielten, und wegen der Bedeutung dieser Kirche im Mittelalter; zum Schluss der Dom, von dem nicht sicher ist, wer ihn erbauen liess.

Die Umgebung

An der Küste wie im Landesinneren besitzt die Provinz Neapel Orte mit unverwechselbarem Charakter. Castellammare di Stabia, nach dem zerstörerischen Ausbruch des Vesuvs im Jahr 79 komplett wieder aufgebaut, wurde im 19. Jahrhundert in der Umgebung der Burg wieder bevölkert; hier befinden sich viele Thermalquellen. Capri, bekannt für seine tausendjährige Geschichte, das milde Klima und die sonnenüberflutete Landschaft, ist eines der beliebtesten Ziele des internationalen Tourismus. Pompei ist weltberühmt als das open-air Archäologie-Museum des alten Roms. Ein unvergleichliches Touristenziel ist auch Ischia. Die Insel besteht aus einem alten Teil mit Namen Ischia Ponte und dem neueren Ischia Porto. Im alten Teil sind die Hauptstrassen Via Roma und Corso Vittoria Colonna mit zahlreichen Cafés, Läden und Restaurants als Touristentreffpunkt bekannt; die Hauptstrände sind der Lido und der Fischerstrand. Berühmt sind auch die Thermen der Insel, die bei verschiedenen Leiden ein heilende Wirkung haben. Auch Pozzuoli, dessen Ursprünge auf um 500 vor Christus zurückdatieren, als politische Flüchtlinge hier ein Dorf gründeten, ist einen Besuch wert. Torre del Greco ist ein wichtiges Handelszentrum, wo Fischfang und die Korallenverarbeitung die Hauptrolle spielen.

 

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