NOVARA, STADT DER SEEN

Diese Eigenschaft macht Novara zu einer der schönsten, suggestivsten Provinzen der Halbinsel. Die piemontesische Stadt antiken Ursprungs zeichnet sich durch eine Vielfalt von Kunstmonumenten aus und erfüllt daher alle Bedürfnisse der Touristen, die sich auch am Ufer der vielen pittoresken Seen entspannen können.

Die Geschichte

Der Ursprung der Stadt ist sehr antik und lässt sich auf die Bevölkerungen, die an den Seen und in den umliegenden Ebenen wohnten, zurückführen. Die Gründung Novaras geht auf die Ligurer zurück. Sie wurde von den Galliern zerstört, wurde wieder aufgebaut und wurde später zu einer römischen Kolonie. Anschließend erlebte die Stadt eine schlechte Zeit, bis sich die Langobarden hier niederließen. Ihre Herrschaft stellte aus religiöser Sicht einen bedeutenden großen Wendepunkt dar: die Bevölkerung wandte sich vom griechisch- römischen Kult ab und bekehrte sich zum Christentum. 1311 kam sie in die Hände der Visconti und erlitt die Schäden des Krieges zwischen diesen und den Sforza. Im Mittelalter gewann sie wegen der wertvollen mit Miniaturen ausgeschmückten Kodexe, die wertvollsten Italiens, an Bedeutung. Bis 1535 gehörte sie zum Herzogtum Mailand, wurde später von den Spaniern erobert, fiel 1714 an Österreich und 1738 an den Staat der Savoyer.

Die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten

Das Herz der Stadt ist Broletto mit den vier Gebäuden, die in verschiedenen Epochen gebaut wurden: der Palazzo dell’Arengo und der Palazzetto dei Paratici aus dem XIII. Jahrhundert, der Palazzo del Podestà und der Palazzo della Referendaria aus dem Ende des XIV. Jahrhunderts. Zu den wichtigsten Kirchen zählen: die Kapelle San Siro, die Basilika San Gaudenzio mit dem Kirchturm aus dem achtzehnten Jahrhundert von Benedetto Alfieri, die Kuppel von Alessandro Antonelli, das Baptisterium (das älteste Gebäude der Stadt), die Kirche San Martino und die Kirche San Marco. Einen Besuch wert ist auch der Dom, dessen heutige Struktur aus der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts stammt; der Mosaikboden des Presbyteriums hingegen ist bedeutend älter. 

Die Umgebung

In der Provinz Novara kann man eine Reihe von charakteristischen Ortschaften besuchen: Oleggio mit ihrem ethnographischen Museum; Galliate mit dem suggestiven Schloss der Sforza; Vespolate mit dem Schloss, das einst die Wohnstätte des Bischoffs von Novara war; San Nazzaro Sesia, deren benediktinische Abtei im XI. Jahrhundert gegründet wurde. Die Provinzhauptstadt befindet sich in der Nähe des Lago Maggiore, dem westlichsten der großen Voralpenseen und der zweigrößte nach dem Gardasee. Aufgrund der günstigen Lage, der reichen Geschichte, der Kunstwerke, des im Sommer und auch im Winter milden Klimas, das eine mediterrane Vegetation begünstigt hat, der schönen Gärten, in denen auch tropische Pflanzen wachsen, haben sich den Ufern entlang zahlreiche Touristenorte entwickelt. Ein weiterer sehenswerter Touristenort der Provinz Novara ist der Lago D’Orta westlich des Lago Maggiore. Auch hier herrscht ein mildes Klima, die Küsten und Umgebungen sind pittoresk und zeichnen sich durch viele Wälder, Pflanzungen und Tourismus aus.