PADUA, DIE STADT DES HEILIGEN ANTONIUS

Eine Stadt, die reich an künstlerischem Vermögen und berühmt für Giottos Meisterwerke ist. Die Provinz von Padua zeichnet sich durch eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten, Thermalkurorten und geschichtsträchtigen Städtchen und Dörfern voller Baudenkmäler aus.

Die Geschichte

Der Legende nach wurde Padua um 1183 v.Chr. von dem mythischen Helden Antenor nach seiner Flucht aus Troja erbaut. Historikern zu Folge war das Gebiet jedoch bereits im 10. Jhd. V.Chr. bewohnt und entwickelte sich zur Zeit der Römer zu einem der wohlhabendsten Orte des Reichs; nach den Verwüstungen der Barbaren und einer Zeit des Niedergangs erholte es sich um 1000 und wurde zur freien Kommune. 1222 wurde seine berühmte Universität gegründet, die nach der von Bologna als älteste Universität Italiens bekannt ist und in der illustre Persönlichkeiten wie Galilei und Kopernikus lehrten. Im 15. Jahrhundert geriet die Stadt unter die Herrschaft der Republik Venedig und teilte deren Schicksal, bis sie in die Hand der Österreicher gelangte. Mit dem Dritten Italienischen Unabhängigkeitskrieg schloss es sich dem Italienischen Reich an, war an allen Kriegsereignissen der zwei Weltkriege beteiligt und wurde mehrfach bombardiert. In der Nachkriegszeit erlebte die Stadt eine rasante Entwicklung, die sie zu einem der wichtigsten Wirtschaftszentren Norditaliens gemacht hat.
 
Die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten

Padua ist nicht nur für die Kunst Giottos bekannt, sondern auch als Stadt des Heiligen Antonius. Sie verfügt über ein bemerkenswertes künstlerisches Vermögen: die Cappella degli Scrovegni, in deren Inneren man den herrlichen Freskenzyklus bewundern kann, der das vollständigste und besterhaltene Werk von Giotto ist, der Palazzo della Ragione, das größte Zivilbauwerk des italienischen Mittelalters, die Basilica di Sant’Antonio, die Meisterwerke von höchstem künstlerischen Wert birgt, und der Dom mit anliegendem Baptisterium aus dem 12. Jahrhundert sind nur einige Beispiele hierfür. Die Stadt kann sich einiger der schönsten und größten Plätze Europas rühmen – wie zum Beispiel des Prato della Valle, der Piazza della Frutta und der Piazza delle Erbe sowie der Piazza dei Signori. Zur Erinnerung an die wissenschaftliche Tradition des “gelehrten” Padua findet man in der antiken Universität das Teatro Anatomico, die „Cattedra“ von Galileo Galilei, die Aula Magna und den antiken Hof mit dem berühmten Botanischen Garten von 1545. 
 
Die Umgebung

In der Provinz gibt es vielfältige Angebote für den Tourismus und zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Nicht entgehen lassen sollte man sich die Villen in Este, Montagnana, Cittadella, Monselice und Piove di Sacco. Das Gebiet erstreckt sich zwischen den Euganäischen Hügeln und der Etsch und umfasst das berühmteste Thermalgebiet Europas, die Thermen von Abano und Montegrotto: mit seinen 150 Kurhotels und 200 Frei- und Hallenbädern ist es ideal für Menschen, die in vollkommener Entspannung etwas für ihren Körper tun möchten. Von den Euganäischen Hügeln in südlicher Richtung gelangt man in die Ebene, in der man ländliche Gegenden, Villen von unschätzbarem architektonischen Wert und Naturoasen vorfindet. Hier wechseln sich Lagunen, Kanäle und Gewässer mit Fischteichen und landwirtschaftlich genutzten Flächen ab. 
Von den verschiedenen sportlichen Betätigungsmöglichkeiten wollen wir hier Wanderungen und Radtouren auf den Wegen der Hügel nennen, wo an der natürlichen Kletterwand des Felsens von Rocca Pendice auch Kletterfans auf ihre Kosten kommen.