PORDENONE, DAS WIRTSCHAFTLICHE HERZ VON FRIAUL

Die Geschichte der Stadt wurde zwischen Schlösser und mittelalterlichen Stadtteilen geschrieben. Die Stadtsehenswürdigkeiten, wie Paläste, Kirchen und Kunstwerke, zeigen die vergangenen Ereignisse und die verschiedenen Fremdherrschaften und ziehen noch heute viele Touristen an.

Die Geschichte

Die Stadt Pordenone ist ein wichtiges Wirtschafts- und Industriezentrum des westlichen Friaul und rühmt sich urgeschichtlichen Ursprungs; in der römischen Zeit wurde die Kolonie Aquileia gegründet und die Via Postumia, welche die Stadt mit Genua verband, wurde gebaut. Nach dem Fall des Reiches erlebte das Gebiet von Pordenone die Völkerwanderungen, aber nur die Longobarden hatten wichtige Spuren hinterlassen. Am Ende des 13. Jahrhunderts ging die Stadt an die Habsburger über und zu dieser Zeit begann eine wachsende Entwicklung der Stadt, die wirtschaftliche Beziehungen zu fremden und örtlichen Märkten anpreisen konnte. Im Jahr 1537 ging sie unter die Kontrolle von Venedig, aber während des Reiches Lombardo-Venetien erfuhr Pordenone einen richtigen Aufschwung, der besonders durch die Wasserkraftenergie gestützt wurde. In diesem Bereich besitzt Pordenone beneidenswerte Potenzialitäten. Mit dem dritten Unabhängigkeitskrieg wurde die Stadt Italien endgültig angeschlossen.

Die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten

Die Altstadt wird von einer Hauptstrasse, Corso Vittorio Emanuele, überquert, die viele Anziehungspunkte bietet und das Stadtherz ist. Unter den Laubengängen befinden sich viele Geschäfte und Gotik-, Barock- oder Renaissancepaläste, die der Stadt den Zauber der vergangenen Zeiten verleihen. Unter den wichtigsten Sehenswürdigkeiten ist der Dom von San Marco, ein herrliches Beispiel der jahrhundertlangen Herrschaften und Heim von wertvollen Kunstschätzen: Statuen, Fresken und Gemälde von Tintoretto. Das ehemalige Kloster von San Francesco ist heute Sitz zahlreicher Ausstellungen und, zusammen mit dem Schloss ist es besuchenswert.

Die Umgebung

Unmittelbar außerhalb der Stadt ist das Dorf Torre zu sehen, das in der Römerzeit bewohnt war und viele Zeugnisse aus der Vergangenheit bewahrt. Immer in der Nähe von Pordenone befindet sich das Tal Valle del Noncello, wo man ans Ufer des Flussnaturparks von San Valentino laufen kann: mit seinen sieben Hektar ist er der größte Stadtpark in Friaul. Im Park sind ein Trimm-dich-Pfad und ein kleiner See, wo unterschiedliche Arten von Wasservögeln leben. Zahlreich sind dann die Schlösser, Paläste, mittelalterliche Ortschaften und Stätte, die reich an Geschichten und Erinnerungen sind, wie die Schlösser von Caneva, Aviano, Maniago oder Porcia, unter dessen Mauern historisch wichtige Ereignisse geschahen.