POTENZA, PROVINZHAUPTSTADT MIT GESCHICHTE

Die Stadt erlebte in den vergangenen Jahrhunderten drei schwere Erdbeben, die jedoch die Entwicklung der Stadt nicht behinderten. Die Provinz Potenza bietet wertvolle Sehenswürdigkeiten und Kunstschätze, sowie bezaubernde Touristenorte in unberührter Natur.

Die Geschichte

Der Ursprung der Stadt könnte lateinisch-griechisch sein, aber Potenza blieb solange frei bis Roms Expansionspolitik begann. Die Haltung der Bevölkerung gegenüber der römischen Herrschaft war stets ablehnend; aber Rom unterschätzte nicht die strategische Lage der mit den vielen angrenzenden Orten verbundenen Stadt. Potenza folgte den Wechselfällen des römischen Reichs bis zum Niedergang und den unheilvollen Zeiten der Barbareneinfälle. Erst später wurde Potenza Munizipium und hatte eine Blütezeit, so dass es im V. Jahrhundert zum Bischofssitz wurde. Leider musste es im Laufe seiner Geschichte drei Erdbeben erleiden: 1273, 1694 und 1857 sind die Jahre in denen die Stadt am Boden zerstört wurde, aber dank des Eigensinns und der Ausdauer der Bevölkerung konnte immer wieder ein wenn auch langsamer Wiederaufbau stattfinden. Dank der Anwesenheit von Amtspersonen und Regierungsstellen wuchs das kulturelle Niveau zu einem hohen Standard. Seit dem vorigen Jahrhundert ist die Stadt ein politisches Zentrum und Verwaltungszentrum, das sich durch die Gründung der Universität noch mehr entwickelte. In den Jahren vor dem ersten Weltkrieg gab es viele politische Kämpfe, und der 2. Weltkrieg forderte viele Opfer.

Die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten

In der Altstadt kann man die Spuren, die die Erdbeben hinterlassen haben genau sehen, und einige Kunstwerke sind dabei zerstört worden. Es ist aus diesem Grund, dass die alte Stadt in einem modernen Stadtbild erbaut worden ist. Hier befinden sich auch die wichtigsten Monumente, Plätze und Bauten der Stadt, wie zum Beispiel Via Serrao oder Via Pretoria, auch der “Salon” von Potenza genannt, mit den Läden, Konditoreien und Cafés die das wahre soziale Zentrum der Stadt sind. Von den Kirchen erwähnen wir San Michele Arcangelo aus dem XII. Jahrhundert, dessen Inneres zahlreiche Statuen und Gemälde schmücken; San Francesco d’Assisi, im XIII. Jahrhundert erbaut, mit einem interessanten Steinportal und einem Glockenturm, der zugleich als Eingang für das Kloster dient; Santa Maria del Sepolcro, aus dem 13. Jahrhundert. Zum Schluss erwähnen wir noch Piazza Mario Pagano: im XIX. Jahrhundert erbaut, stehen hier alle Machtbauten, einschließlich des Regierungspalasts.

Die Umgebung

In der Provinz Potenza regiert die Vielfalt, und es gibt Orte mit viel Sehenswürdigkeiten: die Burg von Lagopèsole, kleine malerische Dörfer wie Vietri di Potenza, Touristenorte wie Rifreddo und große Naturlandschaften wie der Parco Nazionale del Pollino. Der kleine Flecken Vietri di Potenza, umgeben von Buchenwäldern und einer eindrucksvollen Landschaft, ist der ideale Ort für erholsame und ruhige Ferien im Grünen. Auch Rifreddo ist ein Urlaubsort im Gebirge in wunderschöner Lage inmitten von Nadelwäldern gelegen. Im Nationalpark kann man eine unvergleichlich schöne Naturlandschaft bewundern mit üppiger Vegetation, die ausser Buchen, Lavendel, Safran, Absinth, Veilchen und anderen auch seltenen Spezies wie den “pino loricato”, eine seltene Kiefernart (auch “lebendes Fossil ” genannt, da sie am Aussterben ist) umfasst, oder Weißtannen, deren Name von ihrer harzhaltigen weißen Rinde herrührt. Die Fauna des Massivs umfasst Wildschweine, Steinmarder, Siebenschläfer, Fischotter, Hasen und Wölfe, und auch den Königsadler, die Gabelweihe, den Wanderfalken und den Schwarzspecht, eine äusserst seltene Vogelart. Zum Schluss möchten wir noch den Parco Archeologico von Grumentum erwähnen, der die Ruinen der antiken römischen Stadt Grumento beherbergt, eine Stadt die im Laufe der Jahrhunderte eine der wichtigsten in diesem Gebiet war.