SAVONA, DIE RIVIERA DER PALMEN

Die Stadt, die dem Christentum im XV. Jahrhundert zwei Päpste schenkte, ist heute einer der größten italienischen Handels- und Touristenhafen.

Die Geschichte

Der Name geht zwar auf das IV. Jahrhundert v. Chr. zurück, aber erst im Mittelalter wird Savona zu einer der aktivsten Handelsstädte, was zur Rivalität mit der mächtigen, benachbarten Stadt Genua führt. Anfang des XIV. Jahrhunderts zeigt Savona, als die schwarze Pest erschien und in nur vier Monaten über zwanzigtausend Einwohner tötete, die ersten Anzeichen einer Krise. In der zweiten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts schenkt die Familie Della Rovere dem Christentum zwei Päpste, Sixtus IV. und Julius II., welche die Stadt wiederaufblühen lassen, insbesondere im Bereich der Kunst, der Kultur und der Wirtschaft. Im XVII. Jahrhundert beginnt Savona aufgrund der Herstellung der Kunstkeramik “Blu Vecchia Savona” bekannt zu werden. 1796 lässt sich Napoleon mit seinem Hauptquartier in der Stadt nieder, 1831 konzipiert Giuseppe Mazzini in der Fortezza del Priamàr die Idee der “Giovine Italia”. Das wirtschaftliche Wachstum beginnt um 1860: es werden die Grundlagen für die Industriestadt geschaffen, die ihren Höhepunkt im zwanzigsten Jahrhundert haben wird. Der Zweite Weltkrieg fügt der Stadt durch Bombardierungen großen Schaden zu.

Die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten

Man kann die Geschichte dieser ligurischen Stadt nachvollziehen, indem man die Denkmäler eines nach dem anderen besucht; zu den wichtigsten zählen die Wallfahrtskirche der Misericordia, die Kirche San Dalmazio und die Fortezza del Priamàr. Die Wallfahrtskirche wurde dort errichtet, wo im sechzehnten Jahrhundert die Madonna dreimal den Bewohnern des Ortes erschienen war. Der Fußweg, der sie mit Savona verbindet, ist sieben Kilometer lang. Die Kirche San  Dalmazio ist der Sitz der gleichnamigen Brüderschaft, die um 1400 gegründet wurde; das Gebäude wurde im Laufe der Jahrhunderte zahlreichen Wiederaufbauten und Erneuerungen unterzogen. Die Republik Genua ließ die Fortezza del Priamàr errichten, um das Gebiet zu schützen. Um Platz für die gewaltigen Bollwerke zu schaffen, wurde eines der wichtigsten Viertel der spätmittelalterlichen Stadt, insbesondere die Kathedrale, der Bischofspalast, das dominikanische Kloster und die zehn Kirchen der Bruderschaften, zerstört. In der Festung befindet sich heute eines der vielen Museen der Stadt; besonders erwähnenswert ist das historisch- archäologische Museum, die städtische Gemäldegalerie, das Kunstmuseum “Sandro Pertini” und das städtische Museum von Renata Cuneo.

Die Umgebung

Von den wunderschönen Orten des Hinterlandes mit ihrer großen Geschichte, Kultur und Tradition ist jedermann begeistert. Die Ortschaften, die nur wenige Kilometer von der Küste entfernt, aber vom Sommertrubel isoliert sind, sind faszinierend und dennoch sehr diskret. Die Entdeckung des ligurischen Hinterlandes ist nichts anderes als eine herrliche Reise durch die Orte der verschiedenen Berggemeinden, durch Naturparks und Naturreservate.

 

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