STRASSE DES FRANCIACORTA-WEINES

Vom Berg Orfano, dem Hochberg und den Flüssen Oglio und Mella, im östlichen Zentrum der Lombardei, wird ein Stück Land mit “perlender“ Geschichte umschlossen: Franciacorta, wo der König des italienischen Sekts gedeiht.

Um den berühmten Weißwein und seine herrlichen Perlen aus der Nähe kennen zu lernen, genügt es westlich von Brescia aufzubrechen, den Mellor-Fluß zu überqueren und dem Weg zu folgen..... und es öffnet sich die Weinstraße Franciacorta. Längs dieser Straße empfangen den Besucher nicht nur der Duft typischer Gastronomie, sondern auch Abteien, kleine Ortschaften, Klöster, Villen und Schlösser, eingetaucht in die Natur und umgeben von jahrhundertealten Parks, wie z.B. das Naturschutzgebiet Torbiere del Sebino.
Von Mandolossa bis nach Paratico führt der Franciacorta den Weinfreund über 80 Kilometer auf Entdeckungsreise in eine Landschaft, die mit Weinbergen überzogen ist, wo man in den Restaurants vor Ort landestypische Spezialitäten findet und wo in den Weinkellereien an Weinproben teilgenommen werden kann. Die Straße kann man sich in 3 Etappen einteilen, ausgehend von Brescia Richtung Nordwest bis zum Lago d`Iseo.
Die erste Etappe geht von Gussago aus und führt bis Cazzago San Martino. Römischen Ursprungs bietet Gussago die antike Piè del Dosso (Hl. Maria Vecchia) oder das Stella-Heiligtum zum Besuch an; im weiteren Verlauf trifft man auf Rodengo Saiano mit der Olivetana-Abtei, die dem Hl. Nicolò geweiht ist und ein Kloster aus dem Cinquecento beherbergt; eine großartige Galerie zeigt Meisterwerke von Künstlern aus Brescia. Nicht weit entfernt liegt das Thermalbad Ome, beherrscht vom Heiligtum Madonna dell`Avello; auch die alte Schmiede Maglio Averoldi, heute ein lebendes Museum, sollte man nicht versäumen. Nach einer Zwischenstation bei Monticelli Brusati, wo das Heiligtum Madonna della Rosa Beachtung verdient und einer weiteren bei Passirano mit dem Mittelalterlichen Castello Fassati, gelangt man nach Cazzago San Martino mit dem Bornato-Schloss (oder auch Villa Orlando).
Setzt man die Reise durch den 2. Abschnitt fort, so kommt man von Rovato nach Corte Franca, von wo man den Berg Orfano erblickt, der auf 451m Höhe das Convento dell`Annunciata beherbergt. In Rovato findet man den alten Viehmarkt und auch eine renommierte Küche, die Fleischgerichte vom Kalb in Öl bis hin zu Kutteln anbietet. Hat man Coccaglio und Cologne hinter sich gelassen, kommt man ins Herz des Franciacorta-Geländes, nach Erbusco, einer alten an den Berg gelehnten Ortschaft. Sie ist charakterisiert durch zahlreiche Patriziervillen, unter ihnen die Villa Lechi. Dann gelangt man nach Provaglio d´Iseo mit dem Kluniazenser -Kloster von San Pietro in Lamosa und schließlich nach Corte Franca mit seinen bekannten Weinkellern.
Die letzte Etappe führt von Adro zum Lago d`Iseo. Sehenswert ist hier das Heiligtum Madonna della Neve, mit seinem kleinen Museum der Seide und des Leinen, und der Palazzo Bargnani di Adro aus dem 18. Jh. Zum Verweilen lädt auch das charakteristische mittelalterliche Dörfchen Capriolo ein. Am Ufer des Sees entlang kommt man zum strategisch wichtigen Ort Paratico und zum alten Fischerdorf Clusane d´Iseo. Hier wird der Gaumen von der gebackenen Schleie –ein typisches Gericht der Gegend- und das Auge von den „Naecc“, flinke Einschiffungen mit flachem Boden und stehenden Rudern „im venezianischen Stil“, verwöhnt.