TAUSEND DÜFTE AUS DEM SCHLEMMERLAND

Folgt man den Weinstöcken, entdeckt man auch die alte kulinarische Tradition und die historische Schönheit, welche die Erde “der zwei Herzen” kennzeichnet: die Emilia-Romagna, die viele Weine und gut 25 gastronomische Spezialitäten zu bieten hat.

Fröhliche Frauen bearbeiten kräftig den Teig aus Eiern und Mehl und zaubern Tagliatelle, Tortellini, Lasagne, Cappelletti, Passateli, und Garganelli, und nicht zuletzt die klassische Piadina hervor. Schon allein diese Ikone legt Zeugnis ab von der antiken kulinarischen Kunst, die in Emilia Romagna von Generation zu Generation weitergegeben worden ist. Die Region ist im Laufe der Jahre zur absoluten und unangefochtenen Heimat der guten Küche und des feinen Geschmacks geworden.
Die Emilia-Romagna versteht es, sich mit ihrem Scharm in den Köpfen der Urlauber einzuprägen, vom Strand bis zum Nachtleben, indem sie sich zum Schlaraffenland und zum Land der Gaumenfreuden verwandelt. Das Vergnügen entsteht auch in den Weinkellern und Weinbergen, die sich in der Padana-Ebene und an den Hügeln des Apennin entlang ziehen. Mit 63 Ha kultivierter Fläche, die ca. 6,5 Millionen Hektoliter Wein im Jahr ergeben (vorwiegend Rotwein), davon 21 % Doc, ist es die Region, die den meisten Wein produziert (nach dem Veneto); überall an den Hängen des Apennin, der Poebene und an der Adria-Küste dominieren hier die Weinreben.
Die Region präsentiert 20 Doc-Gebiete und ein Docg-Gebiet (italienische Herkunfts- und Qualitätsbezeichnungen), in denen über 70 Qualitätsweine produziert werden, die in letzten Jahren immer mehr Anerkennung sowohl im In- als auch im Ausland erfahren haben. Die Vielfalt der Weine ist das Ergebnis der großen morphologischen, klimatischen und historischen Unterschiede, welche die zwei Herzen der Region kennzeichnen. Die Emilia-Romagna wird in idealer Weise durch den Fluss Sillaro geteilt. Die beiden Gebiete sind die Heimat zweier edler und berühmter Rebsorten: da ist der Lambrusco, die bodenständige Traube in der Emilia und der Sangiovese, ebenfalls Rot, der mehr in der Romagna verbreitet ist.
Um die Kultur und Tradition dieser Gegend zu entdecken, genügt es, eine der 13 Wein- und Gourmetstraßen zu beschreiten, welche die ganzen 9 Provinzen der Region durchziehen. Es sind önogastronomische Wegstrecken, auf denen sich die Pracht der Landschaft und der Kultur mit der hervorragenden Gastronomie verbindet. Auf gut 2.000 km inmitten der Natur begegnen uns alte Dörfchen und Kastelle, sanfte Hügel und raue Landschaft, farbenprächtige Weinberge oder antike Zeugnisse. Folgt man auf diese Weise den Düften der Weine und der 25 Spezialitäten der Gegend, so zeigt die Emilia-Romagna dem neugierigen Entdecker in Weinkellern, Restaurants und Agrotourismen ihre ganze bodenständige Leidenschaft, angefangen beim Parmigiano Reggiano bis zum Käse aus Fossa, vom Culatello di Zibello (Schinkenspezialität) bis zum Brisighella-Öl, vom traditionellen Aceto Balsamico aus Modena oder Reggio Emilia, bis zu den Steinpilzen von Borgotaro.