TERAMO, STADT ZWISCHEN ZWEI FLÜSSEN

Es waren die alten Römer, die die Stadt so nannten und sie zu einer der mächtigsten Städte des römischen Reichs machten, bevor sie unter zahlreiche Fremdherrschaften fiel. Die Stadt umgebende Provinz bietet viele Touristenattraktionen und Ausflugsmöglichkeiten und kann den verschiedensten Bedürfnissen gerecht werden.

Die Geschichte

Phönizischer Herkunft und in der Antike Völkerwanderungsziel der Sabiner und Piceni, wurde Teramo dann von den Römern erobert, die der Stadt den Namen “Interamnia Praetutianorum” (Landstrich zwischen zwei Flüssen) gaben, und die Stadt sowohl mit der Via Salaria als auch mit der Via Cecilia verbanden. Während der Kaiserzeit des Augustus und des Hadrian erfuhr die Stadt eine blühende Entwicklung. Von dieser blühenden Epoche zeugen noch viele Tempel, die Thermen, das Theater sowie das Amphitheater sowie weitere für die Zeit typische Bauten. Nachdem die römische Herrschaft zu Ende war, fielen die Goten, die Langobarden und die Normannen ein. Eine Rückkehr zu ihrem ursprünglichen Glanz fand die Stadt unter den Anjou, die auch ihren Namen Interamnia in Teramum verwandelten. Auch vom Mittelalter gibt es Zeugnisse, wie zum Beispiel das Portal und der Glockenturm des Doms, die Laubengänge und die herrlichen Kirchen Sant’Antonio und San Domenico. Im 18. und 19. Jahrhundert war das kulturelle Leben in Teramo recht lebendig; die Stadt öffnete sich den Ideen der Aufklärung von bedeutenden Gelehrten wie Melchiorre Delfico, der in dieser Stadt geboren wurde.

Die Stadt und ihre Sehenwürdigkeiten

In Teramo befinden sich wichtige kirchliche Bauten: die Kirche von Sant’Antonio aus dem Jahr 1127, mit romanischen Portal; die Wallfahrtskirche Madonna delle Grazie, mit Halbkreisbogen, dekorierten Kapitellen und zahlreichen Gemälden; Das San Giovanni Kloster mit komplett restaurierten Kreuzgang; Die Kathedrale, im Zentrum der Altstadt, deren barocke Ergänzungen im Jahr 1934 entfernt und die ihrem ursprünglichen mittelalterlichen Aussehen zurückgeführt wurde. Weiterhin einen Besuch wert ist der aus dem 18. Jahrhundert stammende Palazzo Delfico, der Bischofspalast, die Loggia des Rathauses, die San Domenico Kirche und die Bibliothek, das Stadtmuseum sowie  das Archäologiemuseum und die Pinakothek, das Castello della Monica und die Sternwarte von Colle Urania, nur wenige Kilometer vom Stadtzentrum entfernt.

Die Umgebung

Villa Rosa di Martinsicuro, ein Ort der sich im letzten Jahrzehnt zu einem gut ausgerüsteten Strandort entwickelt hat und von Urlaubern wegen seinem breiten Sandstrand sehr geschätzt wird. Das ruhige Städtchen ist antiker Herkunft und man kann dort auch einige Überreste der Antike finden. Tortoreto dagegen belebt sich im August dank eines Fests zu Ehren der Jungfrau von Porto Salvo, Schutzherrin der Seeleute. Es finden religiöse und kulturelle Veranstaltungen, Feste und eine Prozession von Fischerbooten statt, die die Madonna auf das Meer begleiten. Dann ist da Silvi Marina, Bade- und Fischerort, bekannt wegen der Lakritze-Industrie, während in Roseto degli Abruzzi und in Isola del Gran Sasso die Landschaft die Hauptattraktion darstellt. Wenn man hier die Augen zum Himmel hebt, kann man die majestätischen Gipfel des Gran Sasso sehen;hier befindet sich auch der Ausgangspunkt zum Klettern auf der Bergflanke mit dem Meeresblick.