VERONA: EINE RÖMISCHE STADT

Einer der Hauptorte Venetiens, der es möglich macht, auf den Spuren von Tausend Erinnerungen zu wandern und dabei etwas von der Pracht des alten Rom zu erfahren.

Von den vielen Völkern, die dieser Stadt ihren Stempel aufgedrückt haben, ist es die Präsenz der Römer, welche maßgeblich zu einer Stadtentwicklung geführt hat, die man heute noch erleben kann.
Die Pracht des alten Rom kann man am Besten bewundern, wenn vom Teatro Romano (Römisches Theater) den Südhang des San Pietro Hügels hochsteigt: Von dort kann man ganz Verona überblicken, ein faszinierender Anblick. Das Theater, am Ufer der Etsch, stammt aus dem 1. Jh. v. Chr. und ist eines der schönsten im Norden Italiens. Man hat oft versucht, es wieder herzustellen, heute existiert nur noch ein kleiner Teil. Ursprünglich wurde das Teatro Romano von zwei Brücken flankiert,, die es mit der Altstadt verbanden: Ponte Postumio (Postumia-Brücke) und Ponte Pietra (Steinbrücke). Erstere, konstruiert aus Holz und Stein war die Verlängerung der Via Postumia, heute heißt sie Corso San Anastasia: Von der alten Brücke gibt es nur noch schwer zu findende Spuren. Von der Ponte Pietra existieren noch die originären Bögen; der Rest musste nach Zerstörung im 2. Weltkrieg rekonstruiert werden. An der Kreuzung der Via Postumia und der Via Cappello öffnet sich der Blick auf die herrliche Piazza delle Erbe (Gemüsemarkt). Der Platz ist eigentlich ein Forum Romanum, das das Herz des römischen Verona war, belebt durch einen bunten Markt, der dem Platz seinen Namen gab. Wenn man den Corso S. Anastasia weitergeht, kommt man zur alten Pora Iovia (heute Porta Borsari). Es war ein befestigtes Tor, dem man im Mittelalter den Namen Borsari gab, weil dort die „Bursari“ die Zölle erhoben.
Aus dem 1.Jh. n. Chr. stammt der Triumphbogen der Gavi, errichtet zu Ehren einer der bedeutendsten Familien Veronas in der Römerzeit. Früher stand das Monument in der Via Postumia in der Nähe des Uhrenturmes; dann wurde das Monument rechts neben die Mauer des Castelvecchio versetzt, wo es heute seine ganze Pracht zeigt.
Über die Via Roma gelangt man zur Piazza Brá und damit zur Arena (1. Jh. v. Chr.). Das Amphitheater ist das Symbol der Stadt. Sein Name kommt vom Sand, der einst den Boden des heutigen Parketts bedeckte. Auf diesem Sand standen sich Gladiatoren und wilde Tiere vor einem frenetischen Publikum gegenüber. Heute gut erhalten, verlor die Arena ihren äußeren Ring bei einem starken Erdbeben im 12. Jahrhundert. Die Trümmer benutzte man in den folgenden Jahren als Baumaterial.
Früher an der von Nord nach Süd verlaufenden Hauptstraße gelegen, war die Porta Leoni (Löwentor) eine der Zugänge zur Altstadt. Sie wurde ab dem 15. Jahrhundert so benannt nach dem steinernen Sarkophag mit zwei Löwen, der sich am Sockel befindet.