VICENZA UND DAS GENIE VON PALLADIO

Die Kunststadt, die der Entfaltung des Schaffens des berühmten Architekten beiwohnen durfte und stark von seiner Handschrift geprägt ist. Die gesamte Umgebung von Vicenza ist von luxuriösen Wohnsitzen, historischen Städtchen und Urlaubsorten für die Liebhaber von Ferien im Zeichen von Kultur und Entspannung übersät.

Die Geschichte

Vicenza, das in Quellen des Jahres 135 v.Chr. erstmals Erwähnung fand, ist eine weitere der zahlreichen Kunststädte Venetiens und ganz Italiens. Ihre Bekanntheit verdankt sie dabei insbesondere der Tatsache, dass sie die Lebens- und Schaffensstätte des genialen Andrea Palladio war, der als größter Architekt seines Jahrhunderts gilt.
Während der Zeit der Römer war die Stadt nach dem Schema eines castrum angeordnet. Der  decumano massimo, der jetzige Corso Palladio, durchquerte den Ort von Ost nach West, bevor er auf die Via Consolare Postumia traf. Die Bedeutung der Stadt bestätigte sich auch in den darauf folgenden Epochen, als sie unter den Langobarden zum Herzogtum wurde. Im Mittelalter war sie freie Kommune und unterlag anschließend der Herrschaft Venedigs und später Österreichs. Die Fremdherrschaft endete 1866, im Jahr des Dritten Italienischen Unabhängigkeitskriegs. 1994 wurde Vicenza in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen, da die Bauwerke Palladios als Universalerbe mit großem Einfluss auf die Weltkultur gelten.

Die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten

An dieser Stelle seien die wichtigsten Orte genannt, die allesamt die eindeutige Handschrift Palladios tragen: auf der zentralen Piazza dei Signori thront massig die Basilica Palladiana, ein mittelalterliches Bauwerk, das der Architekt im 16. Jahrhundert umstrukturierte. Weitere Bauwerke der Stadt sind die Loggia del Capitanio, der Palazzo Barbaran da Porto, der Palazzo Chiericati, Sitz des Stadtmuseums, der Palazzo Valmarana und das unübertroffene Meisterwerk, das hölzerne Teatro Olimpico. Aber Vicenza hat auch andere, nicht minder prägnante Gesichter. Die Römer haben hier deutliche Spuren hinterlassen, insbesondere im städtebaulichen Grundriss, in den sich nunmehr jüngere Ausdrucksformen typisch venetischer Baukunst eingefügt haben.
Die antiken Straßen, die über Wasserläufe führenden Brücken, die herrlichen Plätze und das im Museum verwahrte enorme kulturelle Erbe unterstreichen den großen kulturellen Wert der Stadt Vicenza.

Die Umgebung

Die Umgebung von Vicenza verdient einen gründlichen Besuch, nicht nur wegen der bemerkenswert schönen, sanften Landschaft, sondern auch wegen der sie schmückenden Villen, Luxusvillen der venetischen Aristokratie des 15. bis 18. Jahrhunderts. Einige von ihnen weisen eine unvergleichliche Pracht auf, andere sind bescheidener Machart, andere wieder erstrahlen auf geradezu vortreffliche Weise in ihrer ursprünglichen Schönheit – sie alle machen die Originalität und Eigentümlichkeit der Provinz von Vicenza aus. Die am Fuße der Hochebene “Dei sette comuni” gelegenen Ortschaften Marostica und Bassano del Grappa stellen obligate Etappen für jeden, der sich in dieser Gegend befindet, dar. Während Marostica vor allem wegen seiner schachbrettförmigen Piazza und dem gesamten mittelalterlichen Komplex, der zu den bedeutendsten ganz Venetiens gehört, bemerkenswert ist, besteht die Perle von Bassano zweifelsohne im Ponte di legno, der von  Palladio konstruierten Holzbrücke, der dieses Material auswählte, damit dessen Elastizität einen Kontrast zu dem stürmischen Fluss Brenta bilde. Einen weiteren Hinweis verdient die Hochebene von Asiago, ein beliebtes Ziel für die Freunde der Berge und der Erholung.