VON DEN ANTIKEN PICENI ZU ITALIEN

Ascoli Piceno ist ein wunderschönes, geschichtsträchtiges Städtchen mit zahlreichen Monumenten, das für die Herstellung von Wein und den grünen „olive ascolane“ berühmt ist.

Die Geschichte

Der Ursprung der Stadt lässt sich auf das Volk der Piceni zurückführen; sie wählten diesen Ort aufgrund der optimalen, defensiven Lage. 286 v.Chr. wurde sie von den Römern erobert. Die Beziehung zwischen beiden Völkern war aber so feindlich, dass Ascoli Piceno den Gesellschaftskrieg gegen Rom einleitete. Die Stadt wurde geplündert, lebte aber im IV. Jahrhundert wieder auf, als sie dank der von Massimiano durchgeführten Einteilung des Gebietes in Gemeinden Hauptstadt des Piceno Suburbicario wurde. Später unterlag die Stadt der Marken verschiedenen Herrschaften (Langobarden, Franzosen, Kirchenstaat,  Malatesta, Sforza). 1860 wurde sie durch eine Volksabstimmung an Italien angeschlossen und zum Hauptort einer der vier Provinzen der Marken erklärt. Seitdem hat sich die Stadt nach Osten und Norden ausgedehnt und ihre Einwohnerzahl verdreifacht.

Die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten

Zahlreiche archäologische Reste, die heute noch erhalten sind, deuten auf die verschiedenen Herrschaften hin; aus der römischen Zeit stammen die Brücke von Solestà und von Cecco, die im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde, das Theater, die Porta Gemina und die Überreste des Capitoliums auf dem Colle dell’Annunziata. Aus dem Mittelalter stammt der schachbrettförmige Grundriss, eine Nachbildung des römischen Modells. Zu den architektonischen Werken gehören: Piazza del Popolo, die Stadtmitte, die von Gebäuden aus der Renaissance umgeben ist und von einer Seite von der gotischen Kirche San Francesco geschlossen wird; der mehrmals renovierte Palazzo dei Capitani mit dem Tor aus dem dreizehnten Jahrhundert; Piazza Arringo, der antikste Platz der Stadt, in der Nähe von Piazza del Popolo; die Taufkapelle mit achteckiger Form auf viereckigem Grundriss und der Dom, der auf den Überresten einer römischen Basilika gebaut wurde.

Die Umgebung

Meer, Land, Kunst, Geschichte und Kultur: das sind die zahlreichen Attraktionen des Gebietes von Ascoli Piceno mit seinen langen Sandstränden und Thermalzentren wie Acquasanta. Castel di Lama ist wegen der Villa aus dem achtzehnten Jahrhundert interessant, Arquata del Tronto ist ein idealer Ort für den Sommerurlaub, aber auch wegen der Burg aus dem dreizehnten Jahrhundert mit Romanik- und Renaissancegebäuden sehenswert; Appignano del Tronto und Offida sind wegen der Herstellung von Spitzen bekannt. San Benedetto del Tronto besitzt eine Seepromenade mit Palmen und Strandkiefern, die auf weite, gut ausgerüstete Sandstrände blicken; die mittelalterliche Ortschaft Grottammare, ein vielbesuchter Badeort, liegt auf einem Hügel mit charakteristischen Häusern und engen Strassen.